Die Entscheidung ist gefallen. Cover zwei mit der Schrift von Cover eins. ;-)
Und was hat das mit Omis Keksen zu tun? So heißt eine Geschichte in meinem Buch und ich weiß von mindestens zwei Leserinnen, dass sie die Kekse bereits nachgebacken haben! Wenn das meine Omi wüsste ...
Witzig - das Buch kommt hier auf dem Foto viele blauer rüber, als es in Wirklichkeit ist. Überzeugt Euch doch selbst davon, wie es in der Realität aussieht. Ihr bekommt es als Taschenbuch hier:
--> "Nach(t)Klang" von Jo Jansen für 8,95 €
Hier schreibt "Liselotte". Was ihr in den Sinn kommt. Manches ist genau so passiert, Anderes nicht...
Dienstag, 17. Dezember 2013
Dienstag, 26. November 2013
Entscheidung gefragt
Das zweite "Gute-Nacht-Geschichten"-Buch für Erwachsene ist fast fertig. Nun habe ich die Qual der Wahl, welches Cover das Buch bekommen soll. Momentan stehen zwei Varianten zur Auswahl:
Klang_Cover2_20131126.jpg)
Klang_Cover1_20131126.jpg)
Die linke Variante erinnert mich persönlich irgendwie an diese Motivationskalenderfotos mit den optimistischen Sprüchen. Die rechte, mit den wärmeren Farben, bleibt in der Farbwahl der "Serie" treu, die ich mit "Nach(t)Sicht" begonnen habe. Hilfreiche Kommentare meiner lieben Leser sind sehr erwünscht und werden dankbar durchdacht. Versprochen!
Klang_Cover2_20131126.jpg)
Klang_Cover1_20131126.jpg)
Die linke Variante erinnert mich persönlich irgendwie an diese Motivationskalenderfotos mit den optimistischen Sprüchen. Die rechte, mit den wärmeren Farben, bleibt in der Farbwahl der "Serie" treu, die ich mit "Nach(t)Sicht" begonnen habe. Hilfreiche Kommentare meiner lieben Leser sind sehr erwünscht und werden dankbar durchdacht. Versprochen!
Dienstag, 8. Oktober 2013
Tag des Verlesens
Hiermit erkläre ich den heutigen Tag zum Tag des Verlesens! Wahrscheinlich hat irgendjemand bereits heimlich festgelegt, dass wir uns heute immer wieder zu verlesen haben. Anders kann ich mir folgende Verleser nicht erklären:
1. Da bot ein Verlag Rezessionsexemplare an und ich wollte tatsächlich eines der Bücher haben. Hm, ... hätte ich es dann rezessieren müssen? Und wenn ja, wie geht das?
2. Danach schrieb ich Autorin A, dass ich mich auf ihre Geschichte in einer von ihr beworbenen Anthologie freue. Sie klärte mich auf, dass sie doch nur den Link von Autorin B (der wirklichen Autorin) geteilt hätte.
3. Und zu guter Letzt wollte die Süddeutsche Zeitung mir tatsächlich weismachen, dass Schokobilder auf Zigarettenpackungen künftig Pflicht werden! Ähm, wie? Erst Zigarette und dann ein Stück Schokolade? Ach nein, da steht ja Schockbilder!
Was waren Eure lustigsten Verleser? Vielleicht ja sogar heute, am Tag des Verlesens ...
1. Da bot ein Verlag Rezessionsexemplare an und ich wollte tatsächlich eines der Bücher haben. Hm, ... hätte ich es dann rezessieren müssen? Und wenn ja, wie geht das?
2. Danach schrieb ich Autorin A, dass ich mich auf ihre Geschichte in einer von ihr beworbenen Anthologie freue. Sie klärte mich auf, dass sie doch nur den Link von Autorin B (der wirklichen Autorin) geteilt hätte.
3. Und zu guter Letzt wollte die Süddeutsche Zeitung mir tatsächlich weismachen, dass Schokobilder auf Zigarettenpackungen künftig Pflicht werden! Ähm, wie? Erst Zigarette und dann ein Stück Schokolade? Ach nein, da steht ja Schockbilder!
Was waren Eure lustigsten Verleser? Vielleicht ja sogar heute, am Tag des Verlesens ...
Montag, 16. September 2013
Advent, Advent ...
Nein, ich habe mir nicht von den Lebkuchen im Supermarkt einreden lassen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Trotzdem klopft da schon jemand ganz leise ;-)
In diesem Jahr gibt es einen ganz besonderen Adventskalender, den 40 Frauen der Gruppe "DWW" hergestellt haben. Wir verdienen NICHTS daran, der Erlös geht komplett an das Kinderheim Pauline von Mallinckrodt. Mehr über das Projekt erfahrt Ihr hier:
--> Mission ADVENTSKALENDER der DWW
Von mir ist auch etwas im Adventskalender versteckt. Ich verrate nur so viel: es ist spannend und zum Lesen.
Darum - überlegt doch bitte jetzt schon, wem aus Eurer Familie oder von Euren Freunden, Kollegen, Kunden, Nachbarn ... ihr zum Advent eine Freude machen möchtet. Und bestellt den Kalender möglichst bald, solange noch welche da sind.
--> Angebotsformular
Wer möchte, kann auch über mich bestellen. Ich fahre im Oktober nach Frankfurt und bringe die Kalender dann mit. Stückpreis 9 €.
In diesem Jahr gibt es einen ganz besonderen Adventskalender, den 40 Frauen der Gruppe "DWW" hergestellt haben. Wir verdienen NICHTS daran, der Erlös geht komplett an das Kinderheim Pauline von Mallinckrodt. Mehr über das Projekt erfahrt Ihr hier:
--> Mission ADVENTSKALENDER der DWW
Von mir ist auch etwas im Adventskalender versteckt. Ich verrate nur so viel: es ist spannend und zum Lesen.
Darum - überlegt doch bitte jetzt schon, wem aus Eurer Familie oder von Euren Freunden, Kollegen, Kunden, Nachbarn ... ihr zum Advent eine Freude machen möchtet. Und bestellt den Kalender möglichst bald, solange noch welche da sind.
--> Angebotsformular
Wer möchte, kann auch über mich bestellen. Ich fahre im Oktober nach Frankfurt und bringe die Kalender dann mit. Stückpreis 9 €.
Donnerstag, 29. August 2013
Retterin
Und hier die gleiche Geschichte wie auf meinem lieselotte-Blog als "Drabble des Tages". Ich bin gespannt, welche Version Euch besser gefällt. ;-)
Retterin
Heute habe ich es wieder getan. Zum ersten, aber gewiss nicht zum letzen Mal in diesem Sommer. Wie beinahe jeden Tag, bin ich über die Wiesen spaziert, und da lagen sie. Unschuldig wie übermütige Kinder waren sie vom Baum gestürzt. Hatten sich ein paar Stellen angeschlagen und lagen nun reglos im Gras. Niemand hörte ihre stummen Hilferufe. Einzig die brummenden, summenden, krabbelnden und kriechenden kleinen Monster lauerten schon, um an ihnen zu nagen oder Löcher in sie hineinzubeißen.
Ich rettete sie vorsichtig in meine
Umhängetasche und trug sie nach Hause, wo sie mir den Abend versüßen
werden. Die leckeren Äpfel.
© Jo Jansen 2013
Mittwoch, 28. August 2013
Katz besucht Hund ;-)
Eine einzige Geschichte aus meinem zweiten Kurzgeschichtenbuch möchte ich Euch vorab vorstellen:
"Bis dich die schwarze Katze frisst!"
Warum Ben keine Waffe anfasst, weshalb er mit Maria zur Berghütte gefahren ist und was es mit der schwarzen Katze auf sich hat, erfahrt Ihr, wenn Ihr die Geschichte lest. Besonders glücklich bin ich über zwei Dinge:
1. Die Geschichte ist frisch lektoriert von der lieben Margarita. Danke, es arbeitet sich wunderbar mit Dir!
2. Das Coverbild ist genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Danke an tt/pixelio.de!
Gerade trudelt die "Schwarze Katze" bei den verschiedenen Online-Händlern ein. Bei amazon hat sie es sich unter der Mörder jagenden Schnüffelnase bequem gemacht. Katz besucht Hund. ;-)
"Bis dich die schwarze Katze frisst!"
Warum Ben keine Waffe anfasst, weshalb er mit Maria zur Berghütte gefahren ist und was es mit der schwarzen Katze auf sich hat, erfahrt Ihr, wenn Ihr die Geschichte lest. Besonders glücklich bin ich über zwei Dinge:
1. Die Geschichte ist frisch lektoriert von der lieben Margarita. Danke, es arbeitet sich wunderbar mit Dir!
2. Das Coverbild ist genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Danke an tt/pixelio.de!
Gerade trudelt die "Schwarze Katze" bei den verschiedenen Online-Händlern ein. Bei amazon hat sie es sich unter der Mörder jagenden Schnüffelnase bequem gemacht. Katz besucht Hund. ;-)
Bei Ciando wurde die Katze ebenfalls schon gesichtet. Wer entdeckt sie zuerst bei Thalia, Weltbild oder buch.ch?
Mittwoch, 14. August 2013
Liselotterie drabbelt
Was, Du drabbelst? Spielst Du etwa Fußball, oder was?
Nein, ein Drabbel hat nichts mit Sport zu tun. Jedenfalls nicht direkt. Wikipedia sagt:
(Quelle: Wikipedia)
Exakt einhundert Wörter. Eine Herausforderung und Übung für jeden Autoren. Ich gebe zu, es war Liebe auf den ersten Blick. Darum möchte ich Euch meine soeben gedrabbelte Mini-Geschichte nicht vorenthalten:
Wer mag, darf gern die Wörter zählen. (Achtung: die Überschrift wird nicht mitgezählt) Zum Glück hat mein Schreibprogramm eine automatische Wortzählfunktion und ich muss nicht mit Händen und Füßen mitrechnen, während ich schreibe. Irgendwie kann man die Drabbles auch ein wenig sportlich sehen - was für die Fußballer das Warmlaufen ist, kann für einen Autoren ein Drabble sein. Zum Warmschreiben. ;-)
Nein, ein Drabbel hat nichts mit Sport zu tun. Jedenfalls nicht direkt. Wikipedia sagt:
Ein
Drabble ist eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.
Dabei wird die Überschrift nicht mitgezählt. Ursprünglich als
Fanfiction
betrieben, wird sie aufgrund ihrer einfachen äußeren Form gerne von
ungeübten Autoren
als Einstieg in Lyrik
oder Prosa
genutzt. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche stellt das
Schreiben von Drabbles auch für erfahrene Autoren eine
Herausforderung dar.
"Drabbles"
gehen auf einen Sketch von Monty
Python
zurück. "Drabbles - a word game for 2 to 4 players". In
den 1980er
Jahren wurde dadurch in Großbritannien
eine "Drabblemanie" hervorgerufen, die von der Birmingham
University SF Society
standardisiert wurde.(Quelle: Wikipedia)
Exakt einhundert Wörter. Eine Herausforderung und Übung für jeden Autoren. Ich gebe zu, es war Liebe auf den ersten Blick. Darum möchte ich Euch meine soeben gedrabbelte Mini-Geschichte nicht vorenthalten:
Ohrenkino
Heute, im wunderschönen
Innenhof meiner Lieblingsbuchhandlung. Nachdem ich meine Besorgungen
in der Altstadt erledigt hatte, freute ich mich darauf, eine Tasse Kaffee zum Buch genießen zu können. Ich liebe diese
Insel der Ruhe. Der Lärm der wogenden Menschenmassen wird von hohen
Mauern ausgesperrt.
Am Nebentisch saß ein
Pärchen von ungefähr sechzig Jahren. Sie tranken Cappuccino und
aßen Muffins. Sie unterhielten sich laut genug, sodass alle
anderen Anwesenden nun über ihren Bodymaßindex, Kleidergröße und
Gewicht heute und vor zwei Jahren sowie die Schwierigkeit,
abzunehmen, informiert sind. Kaffee trinkend folgte ich lächelnd
ihrem Gespräch und vergaß darüber, in meinem Buch zu lesen.
Wer mag, darf gern die Wörter zählen. (Achtung: die Überschrift wird nicht mitgezählt) Zum Glück hat mein Schreibprogramm eine automatische Wortzählfunktion und ich muss nicht mit Händen und Füßen mitrechnen, während ich schreibe. Irgendwie kann man die Drabbles auch ein wenig sportlich sehen - was für die Fußballer das Warmlaufen ist, kann für einen Autoren ein Drabble sein. Zum Warmschreiben. ;-)
Mittwoch, 7. August 2013
Tanz mit dem Klabautermann
Weil gerade Hanse Sail ist ... (8.8. bis 11.8.2013 in Rostock)
...gibt es hier noch einmal meine Hanse Sail-Geschichte vom letzten Jahr. Die Geschichte könnt Ihr, neben vielen anderen, auch in meinem Buch "Nach(t)Sicht - Gute Nacht Geschichten für Erwachsene" lesen. Viel Spaß beim "Tanz mit dem Klabautermann":
Die Möwen fliegen mit protestierendem Kreischen auf, als Maike auf ihrem Fahrrad um die Ecke schießt, am Imbissstand vorbei, wo die Vögel an den Resten eines Fischbrötchens herumgezerrt haben. Sie ist spät dran und will nicht schon wieder eine Rüge kassieren. „Schiet!“ Der Fahrstuhl fährt ihr vor der Nase weg, doch anstatt zu warten, rennt sie fluchend die Treppen hinauf. Das Geschimpfe lässt allerdings von Etage zu Etage nach, denn sie braucht ihren Atem zum Laufen. Keuchend zieht sie die Tür im 7. Stock auf, streicht sich die kurzen schwarzen Haare aus der verschwitzen Stirn und beeilt sich, an ihren Schreibtisch zu kommen. Sie fährt den Computer hoch, setzt das Headset auf und meldet sich an. Zehn Uhr zweiunddreißig zeigt der Bildschirm vor ihr. Na ja, fast geschafft!
...gibt es hier noch einmal meine Hanse Sail-Geschichte vom letzten Jahr. Die Geschichte könnt Ihr, neben vielen anderen, auch in meinem Buch "Nach(t)Sicht - Gute Nacht Geschichten für Erwachsene" lesen. Viel Spaß beim "Tanz mit dem Klabautermann":
Die Möwen fliegen mit protestierendem Kreischen auf, als Maike auf ihrem Fahrrad um die Ecke schießt, am Imbissstand vorbei, wo die Vögel an den Resten eines Fischbrötchens herumgezerrt haben. Sie ist spät dran und will nicht schon wieder eine Rüge kassieren. „Schiet!“ Der Fahrstuhl fährt ihr vor der Nase weg, doch anstatt zu warten, rennt sie fluchend die Treppen hinauf. Das Geschimpfe lässt allerdings von Etage zu Etage nach, denn sie braucht ihren Atem zum Laufen. Keuchend zieht sie die Tür im 7. Stock auf, streicht sich die kurzen schwarzen Haare aus der verschwitzen Stirn und beeilt sich, an ihren Schreibtisch zu kommen. Sie fährt den Computer hoch, setzt das Headset auf und meldet sich an. Zehn Uhr zweiunddreißig zeigt der Bildschirm vor ihr. Na ja, fast geschafft!
„Traumsegler
Rostock, Maike Övelgönne. Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“,
begrüßt sie den ersten Anrufer, der zu ihr durchgestellt wird. Es
ist ein älterer Herr, der bei der Hanse
Sail
als Gast mitfahren möchte.
„Äwer
man bloot de Warnow rup unn rünner, mien Fru ward so fix seekrank“,
schränkt er vorsichtig ein. Maike ist wieder einmal froh, dass ihre
Großeltern auch Plattdüütsch
snacken
und sie so von klein auf gelernt hat, diese urige Sprache zumindest
zu verstehen. Schnell sucht sie dem freundlichen Herrn ein paar
Angebote heraus. Er hat Glück, denn die meisten Kunden wollen
möglichst weit auf die Ostsee hinaus segeln und die schönen alten
Segler sind längst ausgebucht. Aber eine Fahrt mit der Barkasse, bis
zum Seehafen und zurück, ist genau das Richtige für ihn. „Schön
Dank mien Diern“,
verabschiedet er sich froh. Leider sind die nächsten Anrufer nicht
so freundlich. Etliche werden sauer, als sie erfahren, dass die
gewünschten Mitsegeltouren ausgebucht sind. Ein Berliner Anrufer
unterstellt ihr gar, privat Karten unter der Hand zu überhöhten
Preisen zu verkaufen.
Erleichtert
geht Maike in die späte Mittagspause, froh, dem täglichen Wahnsinn
für eine dreiviertel Stunde zu entrinnen. Wie immer verbringt sie
diese Zeit mit ihrer besten Freundin und Kollegin Wiebke, die auch
bei „Traumsegler“ arbeitet, allerdings in der Buchhaltung. Beide
Frauen sind zwar gleich alt, könnten aber gegensätzlicher nicht
sein. Maike ist groß, schlank und sportlich. In Jeans und weißem
T-Shirt sieht sie immer ein wenig aus, wie einem amerikanischen Film
entstiegen. Wiebke dagegen ist der mütterliche Typ. Klein, rundlich,
mit dauergewellten Löckchen auf dem Kopf, die Maike manchmal
scherzhaft als „Mutti-Frisur“ bezeichnet. Immerhin ist Wiebke ja
auch Mutter zweier kleiner Kinder, fünfjähriger Zwillinge,
derentwegen sie nur stundenweise in Gleitzeit arbeitet.
Weil
so schönes Wetter ist, holen sich die Freundinnen ein
Backfischbrötchen vom Imbiss und schlendern am Stadthafen entlang.
Von hier hat man einen guten Blick auf die Rostocker Altstadt, die
großen Speicher, in denen sich auch ihre Büros befinden und über
die Warnow, hinüber nach Gehlsdorf. Kleine Segelboote ziehen an
ihnen vorbei, Kinder mit Schwimmwesten steuern mit konzentrierter
Miene ihre Optimisten
durch die Wellen.
„Au
Mann, es ist fünf vor zwölf!“ entfährt es Maike plötzlich.
Wiebke schaut
sie entgeistert an. „Nein, es ist dreiviertel drei“, korrigiert
sie mit einem Blick auf ihre Uhr.
„Du
Huhn!“ Maike lacht. „Ich meine doch nicht die Uhrzeit, sondern
meine innere Uhr. Ich werde nächste Woche dreißig. Und meine Oma
sagt: Weg
Diern bet dörtig keen Keerl hett, de fin‘nt nie nich eenen!“
„Deine
Oma ist in einer ganz anderen Zeit groß geworden. Die hatte mit
dreißig bereits vier Kinder. Und du bastelst noch an deiner
Karriere, hast dich doch gerade erst um die Stelle als
Abteilungsleiterin beworben.“
„Meinst
du, ich hab da eine Chance?“
„Klar!
Du hast die nötigen Qualifikationen, kennst den Laden seit Jahren.
Warum sollten sie jemanden von außen holen, wenn sie den Posten
intern besetzen können?“
Maike wiegt
zweifelnd den Kopf hin und her. „Bei meinem Pech sehe ich mich noch
als Fünfzigjährige mit dem Headset da hocken. Und zu Hause warten
dann höchstens der Fernseher und sieben Katzen.“
Wiebke bleibt
abrupt stehen, fasst ihre Freundin am Arm und dreht sie zu sich
herum. „Jetzt hör mir mal zu. Alles wird gut! Eigentlich wollte
ich dich ja nächste Woche überraschen, aber du brauchst die
Aufmunterung wohl jetzt schon - ich hab für uns zwei Plätze auf der
GULDEN LEEUW!“
„Was?“
Maike springt Wiebke vor Freude um den Hals. „Auf dem holländischen
Dreimast-Topsegelschoner? Siebzig Meter lang, eintausendvierhundert
Quadratmeter Segelfläche. Ein Traum von einem Schiff!“
„Ja,
ja, ich sehe, du hast deine Hausaufgaben gemacht.“ Wiebke lacht nun
auch. „Die dreihundert möglichen Partygäste hast du vergessen.
Wer weiß, vielleicht findest du dort deinen Traummann.“
„Wohl
eher den Klabautermann,
aber ich freu mich trotzdem riesig. Dann segeln wir ja in meinen
Geburtstag hinein.“
***
Mit gemischten
Gefühlen sieht Maike dem kommenden Freitag entgegen. Einerseits
freut sie sich wirklich auf die Segeltour, andererseits gehen ihr die
Worte ihrer Oma nicht aus dem Kopf.
***
Endlich ist es
soweit. Der Freitagmorgen verspricht einen schönen Sommertag. Maike
hat Frühschicht und radelt schon um halb acht durch die Kröpeliner
Tor Vorstadt in Richtung Warnowufer und Stadthafen. Sie liebt dieses
Viertel mit seinen alten Häusern und den schmiedeeisernen Balkonen
davor. Die großen Bäume spenden Schatten, von der Küste weht immer
ein leichter oder auch stärkerer Wind und trägt den salzigen Geruch
des Meeres mit sich. Bei ihrem Lieblingsbäcker hält sie kurz an und
kauft zwei Hanseaten, einen für Wiebke und einen für sich. Sie war
schon als Kind ganz vernarrt in diese mit Marmelade zusammengeklebten
großen Kekse, wahrscheinlich wegen der lustigen Glasur - eine Hälfte
mit weißem, die andere mit rosa Zuckerguss. Im Büro bleibt noch
Zeit für ein Schwätzchen mit Wiebke in der Küche. Dabei dreht sich
alles um die Segeltour heute Abend. Maike wischt sich gerade die
letzten Zuckergusskrümel vom Mund, da geht die Tür auf und Herr
Nielsen, der Geschäftsführer kommt herein.
„Guten
Morgen. Frau Övelgönne, wenn Sie fertig sind, kommen Sie bitte in
mein Büro!“ Und schon ist er wieder draußen.
„War
das jetzt gut oder schlecht?“, will Maike wissen. „Sag schon, es
geht bestimmt um meine Bewerbung.“
„Denk
positiv, Süße!“, muntert die Freundin sie auf. „Geh gleich zu
ihm, dann weißt du mehr.“
Eine positiv
denkende, selbstbewusst ausschreitende Maike betritt Nielsens Büro.
Ein geknicktes Etwas kommt eine Viertelstunde später wieder heraus.
„Ach
herrje, so schlimm?“ Wiebke, die vor dem Büro gewartet hat, nimmt
die Freundin in den Arm.
„Schlimmer!“,
schluchzt Maike.
„Du
hast die Stelle nicht bekommen?“
„Ich
hab gar keine Stelle!“
„Was?“
Wiebke bleibt vor Entsetzten der Mund offen stehen. „Ist nicht
wahr, oder?“
„Doch.
Die ausgeschriebene Stelle wird nun doch extern vergeben. Ich wäre
einerseits unpünktlich, andererseits für die jetzige Tätigkeit
überqualifiziert und würde bestimmt anderswo, meinen Fähigkeiten
entsprechend ...“ Der Rest geht in Schluchzen unter.
Später, in
einem kleinen Café am Marktplatz, mit Blick auf das siebentürmige
Rathaus, sitzen die Freundinnen mit ernsten Gesichtern über ihrem
Cappuccino.
„Meinst
du, es war klug, zu sagen, wenn ich schon gehen muss, dann sofort?“
Wiebke blickt ihre neue Ex-Kollegin fragend an.
„Ja,
glaubst du denn, ich bin noch motiviert, für die da irgendwas zu
machen?“ Entrüstet deutet Maike mit der Hand in Richtung
Stadthafen und senkt im nächsten Moment seufzend den Blick auf die
kleine Plastiktüte mit persönlichen Dingen, die sie von ihrem
Schreibtisch mitgenommen hat. Sie fühlt sich hin und her gerissen,
schwankt zwischen Bedauern und Trotz.
„Viereinhalb
Jahre, und das ist alles, was bleibt.“
„Ach
komm, wenn die das so sehen, haben sie dich wirklich nicht verdient“, versucht Wiebke ihre Freundin aufzumuntern. „Es kommt bestimmt
etwas viel Besseres.“ Sie schaut auf die Uhr. „Leider muss ich
nun wirklich ins Büro. Wir sehen uns heute Abend auf der GULDEN
LEEUW und dann segeln wir deinem neuen Glück entgegen.“
„Och,
ich weiß gar nicht, ob ich dazu noch Lust habe. Vielleicht sollte
ich lieber Stellenanzeigen studieren und Bewerbungen schreiben.“
Maike sieht ihre Freundin fragend an.
„Das
kannst du übermorgen immer noch tun. Jetzt wollen wir deinen
Geburtstag feiern und Spaß haben. Gut gelaunt schreibt man
erfolgreichere Bewerbungen, das ist eine Tatsache. Ich hol dich ab,
um 17 Uhr“, verspricht Wiebke. „Und keine Widerrede. Bis dahin tu
dir was Gutes.“
Sie umarmt
ihre Freundin noch einmal und tippelt davon, ins Büro, zu ihren
Zahlen.
Maike
schluckt. Wie sehr hat Wiebke sich gefreut, sie mit dieser Segeltour
zu überraschen. Den Spaß darf sie ihr jetzt nicht verderben. Watt
mutt, dat mutt...
. Und
wahrscheinlich hat die Freundin recht, was den Erfolg gut gelaunter
Bewerber angeht.
Bereits um
halb fünf klingelt es an Maikes Tür. Sie öffnet im Bademantel, die
Haare noch nass vom Duschen.
„Du?
Jetzt schon?
„Ich
wollte sicher sein, dass du rechtzeitig fertig bist.“ Wiebke umarmt
die Freundin so herzlich, als hätten sie sich tagelang nicht
gesehen. „Peter ist bei den Kindern, da konnte ich eher los.“
„Dein
Mann ist ein Schatz“, seufzt Maike. „Wenn mir doch nur so jemand
begegnen würde!“
Arm in Arm
bummeln sie wenig später in Richtung Warnow. Je näher sie dem Ufer
kommen, desto mehr Menschen sind unterwegs. Der ganze Stadthafen ist
ein einziges Volksfest. Karussells und Andenkenbuden reihen sich in
bunter Abwechslung zwischen Bier- und Imbissständen ein. Eine
schwere Wolke schwebt unsichtbar über dem Festgelände, vereint den
Geruch von Pommes, Würstchen und Räucherfisch mit den Ausdünstungen
von Aftershave und Sonnenöl. Das bunte Gewimmel wird von einem
gewaltig hohen Riesenrad überragt.
„Von
dort oben kann man bestimmt das Meer sehen“, ruft Maike, um das
Getöse ringsum mit ihrer Stimme zu übertönen. Ihre Augen leuchten
vor Begeisterung. Die trüben Gedanken des Vormittags sind vergessen,
jetzt sind sie hier und wollen Spaß haben.
Sie lassen
sich von den Menschenmassen treiben, immer am Kai entlang, wo die
stolzen Segler liegen, die heute Abend noch mit ihren Gästen
auslaufen werden.
Dabei kommen
sie nur langsam voran, bleiben immer wieder stehen, um die Schiffe zu
bewundern. Maike kennt sie alle, zumindest in der Theorie, hat
unzählige Male den Kunden am Telefon davon erzählt.
Und dann
betreten sie die GULDEN LEEUW. Der schöne Dreimaster hat ein
riesiges Deck, auf dem sich alle Gäste gleichzeitig aufhalten
können. Mit einem Glas Sekt in der Hand erkunden die Freundinnen das
Schiff. Nur wenig später ertönt, laut und kraftvoll, die Stimme des
Kapitäns, der sie mit nettem holländischen Akzent an Bord begrüßt.
Die Freundinnen kichern, denn mit seinen langen blonden Haaren, der
sonnengebräunten, wettergegerbten Haut und dem Ring im Ohr, erinnert
er sie eher an einen Rockmusiker, als an einen Käpt‘n. Als die
Leinen gelöst werden und sie sich vom Ufer fort bewegen, spürt
Maike, wie in ihr auch die letzte Anspannung verfliegt. Das hier ist
ihr Abenteuer.
Ein leichter
Wind trägt sie mit wenig Segel die Warnow hinab. Das Wasser
plätschert leise. Am Ufer ziehen erst die Backsteinhäuser der
Altstadt vorbei, dann die Vororte mit ihren Betonburgen. Andere
Segler, große und kleine, nehmen den gleichen Kurs. Alle haben nur
ein Ziel - hinaus aufs Meer. Möwen folgen ihnen kreischend. Überall
winken fröhliche Menschen. Je näher sie der Ostsee kommen, desto
frischer weht der Wind. Sie lassen den Seehafen rechts liegen, grüßen
den Leuchtturm und den Teepott von Warnemünde und dann werden nach
und nach alle Segel gesetzt. Weiße Gischt spritzt hoch auf, kleine
Tropfen treffen die Freundinnen im Gesicht, als diese lachend über
die Reling schauen. In der Ferne leuchten Nebelschwaden strahlend
weiß, wie Geister, die auf den Wellen tanzen. Nun fliegt die GULDEN
LEEUW übers Meer, die anderen, kleineren Segler hinter sich
zurücklassend. Auch die Gebäude am Ufer, die Kräne der Werft im
Hintergrund, werden kleiner und kleiner.
„Danke
Wiebke, das ist wirklich das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich
je bekommen habe“, strahlt Maike.
Musik erklingt
vom Bug des Schiffes. Da steht nun ein echter Seebär mit Krausebart,
Mütze und Pfeifchen im Mundwinkel. Genüsslich schmauchend spielt er
alte Seemannslieder auf dem Schifferklavier, das er sich umgehängt
hat. Das Publikum ringsum ist begeistert, die ersten Gäste beginnen
tatsächlich, auf dem schwankenden Deck zu tanzen.
„Komm
mit!“ Wiebke zieht ihre Freundin durch die große Flügeltür ins
Deckhaus hinein. „Da tanzen doch nur die Ollen. Lass uns mal
schauen, was an der Bar los ist.“
Sie finden
tatsächlich einen freien Platz und bestellen zwei Caipiriña.
„Auf
alle, die noch neunundzwanzig sind!“ Maike prostet ihrer Freundin
zu.
„Auf
dass alles gut wird, wenn du dreißig bist,“ lacht diese.
Die Sorgen des
Vormittags scheinen an Land zurückgeblieben zu sein. Maike lacht und
albert mit Wiebke herum, lädt sie zu weiteren bunten Drinks mit
Schirmchen und Obstspieß ein. Dem Caipi folgt erst „Sex on the
Beach“, dann „Tequila Sunrise“.
„Ach,
das wär‘s“, träumt Maike. „Nicht mehr anderen den Traum vom
Segeln verkaufen, sondern selbst um die Welt segeln, ferne Länder
und Strände erkunden. Die Sonne hinter Palmen versinken sehen.“
„Als
Bardame?“ Wiebke verschluckt sich fast vor Lachen bei dieser
Vorstellung.
„Natürlich
nicht!“ Maike spielt die Entrüstete. „Eher als Piratenbraut“,
was erneutes Gelächter zur Folge hat.
„Vielleicht
war das mit den Cocktails doch keine so gute Idee.“ Wiebke ist
plötzlich ganz blass.
„Oh
je, wirst du etwa seekrank?“ Maike legt besorgt ihre Hand auf
Wiebkes Stirn. „Ganz kalt. Komm, wir gehen an die frische Luft!“
„Nee,
lass mal, da wackelt ja der ganze Horizont. Ich hab da hinten ein
paar Couchen gesehen, da würde ich mich gern hinlegen.“
Maike
begleitet die Freundin, findet eine Decke und deckt sie vorsichtig
zu.
„Besser?“
„Das
wird schon. Geh du dich ruhig amüsieren, es ist dein Fest.“
„Nein,
ich kann dich doch nicht allein lassen“
„Kannst
du wohl. Ich bin nicht allein, schau dich nur um.“
Sie hat recht.
Mittlerweile sind die wenigen Sofas belegt und keiner der Liegenden
sieht sonderlich glücklich aus. Zwei Damen der Crew gehen umher,
reichen Decken und Tee.
„Ich
komm gleich wieder“, verspricht Maike, als sie kurz vor Mitternacht
hinausgeht.
Sie hat Glück
und findet Platz auf einer der hölzernen Bänke. Das Deck ist voller
Menschen, die halblaut redend und lachend umherschlendern. Maike
schaut hinauf in den Sternenhimmel. Wunderschön, denkt sie. Eine
tiefe Ruhe umfängt sie, während sie sich vom Schiff sanft über die
Wellen getragen fühlt.
Der Seebär
scheint sein Programm der Stimmung angepasst zu haben. Statt der
Schunkel-Lieder trägt der Wind nun leise, seufzende, fast wehmütige
Musik an Maikes Ohr.
„Dörw
ik bidden?“
Sie schreckt
hoch und sieht in zwei strahlend blaue Augen. Vor ihr steht ein
großer, blonder Mann, der sie freundlich anlächelt und ihr
auffordernd seine rechte Hand entgegenstreckt. Gut sieht er aus,
sportlich und schlank. Maike schätzt ihn auf Mitte dreißig. Fast
automatisch ergreift sie seine Hand, die sich warm und rau anfühlt,
und lässt sich sanft emporziehen.
Dann tanzen
sie. Zu diesen zarten, wundervollen Klängen, mit wiegenden
Bewegungen, die sich nicht nur dem Rhythmus der Musik, sondern auch
dem der Wellen anpassen. Es ist ein Wiegen und ein Wogen, fast ein
Schweben. Niemand sonst hält sich mehr an Deck auf, sie sind die
einzigen Tänzer. Selbst der Seebär mit dem Akkordeon ist nicht mehr
zu sehen, nur die Musik klingt magisch durch die Nacht.
„Vertell
mi vun di“,
bittet der Fremde sie mit rauer, sanfter Stimme, während er Maike
fest und sicher in seinen Armen hält. Tief in sich spürt sie ein
Vertrauen zu ihm, eine Wärme, die sie nicht erklären kann. Als
wären sie sich schon einmal begegnet. Und so beginnt sie, von sich
zu erzählen. Von ihrer Liebe zum Meer und zu den Schiffen, von ihrem
Job, den sie gerade verloren hat, ja selbst davon, dass sie immer
noch auf der Suche ist, nach dem Einen, dem Richtigen. Mit einem
Lächeln fügt sie den Spruch ihrer Oma hinzu:
„Weg
Diern bet dörtig keen Keerl hett, de fin‘nt nie nich eenen!“
Es ist kein
Klagen, eher ein von der Seele reden. Für Maike fühlt es sich
richtig an, ihn das alles wissen zu lassen.
„Ick
heff ‘n niegen Arbeit för di. Hett mit Schäp to daun“. Dabei
sieht er sie erwartungsvoll an. Maike hält dem Blick stand, verliert
sich in der Tiefe seiner blauen Augen, in denen sich das Meer zu
spiegeln scheint, obwohl um sie herum längst schwarze Nacht ist.
„Das
hört sich spannend an. Du musst mir unbedingt mehr davon erzählen.“
Maike lacht. „Nach diesem Tanz.“ Und in Gedanken fügt sie hinzu
- wenn ich dreißig bin.
Die
Musik hat sich verändert, klingt nun lauter, fröhlicher und
verspielter. Ihre Schritte nehmen den neuen Rhythmus auf. Sie wirbeln
Arm in Arm herum, fliegen über die blank gescheuerten Decksbohlen,
springen, wilder und wilder, immer der Melodie folgend. Nebelschwaden
wabern um die GULDEN LEEW, folgen dem Tanz, gesellen sich zu ihnen
wie ein fröhlicher Reigen. Maike hört über sich die Segel im Wind
knattern. Sie fühlt sich empor gehoben, die Musik ist nun überall,
lauter, alles übertönend. Ihre Füße tanzen auf dem schmalen Grat
der Reling, sie sieht die Schaumkronen der Wellen unter sich, Gischt
schlägt ihr ins Gesicht. Doch sie ist sicher und geborgen in den
Armen des Fremden. Immer weiter nach oben zieht er sie, nun tanzen
sie auf den Rahen. Unter ihnen blinken Teile der großen weißen
Segel auf. Maike kichert. Was für ein lustiger Tanz! Sie schmeckt
die salzige Luft, der Wind zerrt und zaust an ihren Haaren, fährt
ihr in die Kleider, doch sie friert nicht. Eine angenehme Wärme geht
von diesem Mann aus, die sich auf sie überträgt. Dann spürt sie
keinen Boden mehr, sie tanzen immer weiter, durch den Nebel, nur sie
und er, Maike und ...?
Ihr fällt
ein, dass er gar nichts von sich erzählt hat, sie noch nicht einmal
seinen Namen weiß. Auch danach wird sie ihn fragen. Nach diesem
Tanz.
Leise und
fern, wie aus einer anderen Welt, hört sie eine Stimme: „Maike?
Maike, wo bist Du? Alles Gute zum Geburtstag! Alles wird ...“
Wiebkes Ruf verklingt, wird vom Nebel verschluckt. Die Arme des
Mannes halten Maike fest. Sie ist glücklich.
******************************************************
Worterklärungen
„Schiet!“
Sch
..., Mist!
Hanse
Sail
- größtes Volksfest Mecklenburg Vorpommerns. Findet jedes Jahr am
zweiten Augustwochenende in Rostock statt. Über 300 Großsegler und
unzählige kleinere Schiffe und Boote sind auf der Warnow und der
Ostsee unterwegs.
„Äwer
man bloot de Warnow rup unn rünner, mien Fru ward so fix seekrank“
„Aber
nur die Warnow rauf und runter, meine Frau wird so schnell seekrank.“
Plattdüütsch
snacken
Plattdeutsch
sprechen
„...
mien Diern“
„...
mein Mädchen“
Optimist
- Bootsklasse (kleine leichte Jolle, damit lernen Kinder Segeln)
„Weg
Diern bet dörtig keen Keerl hett, de fin‘nt nie nich eenen!“
„Welches
Mädchen bis dreißig keinen Mann hat, findet nie einen!“
Klabautermann
(von Plattdeutsch: „klabastern“ = poltern, lärmend umhergehen)
ein meist
unsichtbarer Kobold oder Schiffsgeist, vor allem in der
Segelschifffahrt.
Watt mutt,
dat mutt
Was sein muss,
muss sein
Schifferklavier
Akkordeon
„Dörw
ik bidden?“
„Darf
ich bitten?“
„Vertell
mi vun di“
„Erzähl
mir von dir!“
„Ick
heff ‘n niegen Arbeit för di. Hett mit Schäp to daun.“
„Ich
hab eine neue Arbeit für dich. Hat mit Schiffen zu tun.“
Rahe
- Querstange beim Segelschiff, Teil der Takelage
Dienstag, 6. August 2013
Die Farbe meiner Seele
Gerade habe ich mich bei lovelybooks für eine Leserunde eingeschrieben. Bei der Bewerbung um Ralph B. Martins "Der Da Vinci Mörder" sollte ich die Frage nach der Farbe meiner Seele beantworten:
"Wenn deine Seele eine Farbe hätte, welche wäre es und warum?"
Also sah ich in mich hinein, auf der Suche nach meiner Seele und ihrer Farbe. Wie fühlt sie sich an, diese Seele und wie sieht sie aus? Vielleicht drückt sich die Farbe meiner Seele in meiner (momentanen) Vorliebe für eine bestimmte Farbe aus? Damit hätte sie nicht nur eine Farbe, sondern viele. Jahrelang war sie meistens blau - wie Ihr auch an meinem Profilbild hier erkennen könnt.) Dann wandelte sie sich, über Pink und Orange zu Rot. Dort pendelt sie nun hin und her, fühlt sich meistens irgendwie rot an, auf jeden Fall aber warm und gewärmt.
Doch sie hat auch andersfarbige Momente, meine Seele. Blaue, grüne, gelbe und sogar schwarze. Und - ganz schlimm - die grauen Momente, in denen die Seele fürchtet, ihre Farbe verloren zu haben.
Doch das Leben ist nicht grau. Es gibt Sonne und Regen. Beide zusammen erschaffen den Regenbogen mit all seinen Farben. Meine Seele leuchtet wie ein Regenbogen - in den Farben, die sie gerade "fühlt". Glückliche Momente voller Freude, Liebe und Sonnenschein und weniger glückliche, geprägt von Angst, Kummer und Regen-Tränen ... Sie gehören zu mir und zum Leben. Nur zusammen ergeben sie den bunten Regenbogen meiner Seele.
Heute steht die fröhliche Farbe Rot im Vordergrund:
Und welche Farbe hat Deine Seele heute? Ich würde mich sehr über Kommentare freuen.
"Wenn deine Seele eine Farbe hätte, welche wäre es und warum?"
Also sah ich in mich hinein, auf der Suche nach meiner Seele und ihrer Farbe. Wie fühlt sie sich an, diese Seele und wie sieht sie aus? Vielleicht drückt sich die Farbe meiner Seele in meiner (momentanen) Vorliebe für eine bestimmte Farbe aus? Damit hätte sie nicht nur eine Farbe, sondern viele. Jahrelang war sie meistens blau - wie Ihr auch an meinem Profilbild hier erkennen könnt.) Dann wandelte sie sich, über Pink und Orange zu Rot. Dort pendelt sie nun hin und her, fühlt sich meistens irgendwie rot an, auf jeden Fall aber warm und gewärmt.
Doch sie hat auch andersfarbige Momente, meine Seele. Blaue, grüne, gelbe und sogar schwarze. Und - ganz schlimm - die grauen Momente, in denen die Seele fürchtet, ihre Farbe verloren zu haben.
Doch das Leben ist nicht grau. Es gibt Sonne und Regen. Beide zusammen erschaffen den Regenbogen mit all seinen Farben. Meine Seele leuchtet wie ein Regenbogen - in den Farben, die sie gerade "fühlt". Glückliche Momente voller Freude, Liebe und Sonnenschein und weniger glückliche, geprägt von Angst, Kummer und Regen-Tränen ... Sie gehören zu mir und zum Leben. Nur zusammen ergeben sie den bunten Regenbogen meiner Seele.
Heute steht die fröhliche Farbe Rot im Vordergrund:
Und welche Farbe hat Deine Seele heute? Ich würde mich sehr über Kommentare freuen.
Montag, 15. Juli 2013
Frau Jansen auf dem roten Teppich
Als Gegenstück zu meinem letzten Post kommt hier der Link zur Seite bei Droemer Knaur, wo Jo Jansen auf den roten Teppich gebeten wurde. Es fühlt sich ganz schön gut an, sich selbst dort zu lesen ;-)
--> Jo Jansen auf dem roten Teppich
Von einem richtigen Verlag beachtet zu werden, kommt einem Ritterschlag gleich. Das schrieb ich wohl schon eher einmal. Einerseits bin ich immer noch (gern!) Indie, also indipendent = unabhängige Autorin, die in ihrem Dürrainverlag herausgeben kann, was sie will. Anderseits ist es ein sehr schönes Gefühl, von einem guten und bekannten Verlag beachtet und betreut zu werden.
So haben der Verlag und ich gerade gemeinsam eine Leserunde zum "Leberwurstmörder" bei Lovelybook gestartet. Noch könnt Ihr Euch für ein Gratis-E-book zum Mitlesen bewerben.
Einfach bei Lovelybooks einloggen und die Frage der Leserunde beantworten:
--> "Leserunde bei Lovelybooks zu Der Leberwurstmörder"
Ich freue mich auf Euch!
--> Jo Jansen auf dem roten Teppich
Von einem richtigen Verlag beachtet zu werden, kommt einem Ritterschlag gleich. Das schrieb ich wohl schon eher einmal. Einerseits bin ich immer noch (gern!) Indie, also indipendent = unabhängige Autorin, die in ihrem Dürrainverlag herausgeben kann, was sie will. Anderseits ist es ein sehr schönes Gefühl, von einem guten und bekannten Verlag beachtet und betreut zu werden.
So haben der Verlag und ich gerade gemeinsam eine Leserunde zum "Leberwurstmörder" bei Lovelybook gestartet. Noch könnt Ihr Euch für ein Gratis-E-book zum Mitlesen bewerben.
Einfach bei Lovelybooks einloggen und die Frage der Leserunde beantworten:
--> "Leserunde bei Lovelybooks zu Der Leberwurstmörder"
Ich freue mich auf Euch!
Freitag, 12. Juli 2013
Hallo Herr Jansen
Herr Jansen. An diese Anrede werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Irgendwie wird Jo von vielen Menschen als männlicher Vorname interpretiert. Dabei könnte es doch durchaus auch die Kurzform von Johanna, Josefine oder Jorinde sein ... ;-) Immerhin schreibe ich mich ohne "o" am Ende, also nicht Joe.
Ganz besonders pfiffige Zeitgenossen schaffen es sogar, vorher auf mein XING-Profil zu klicken.
Wie Ihr seht, bin ich dort eindeutig als weiblich zu erkennen, mit den ganzen in's am Ende der Tätigkeitsbezeichungen. Es sei denn, man hält den Hund für Jo. Aber auch diese Foto hält manche Mitmenschen nicht davon ab, mir Mails zu senden, die mit "Sehr geehrter Herr Jansen ..." beginnen. Einer dieser Herren wollte mir irgendeine Dienstleistung für mein Unternehmen verkaufen. Sein Foto zeigte ihn als erfolgreichen Geschäftsmann und Schlipsträger. Sein Vorname allerdings ist für Männlein und Weiblein gebräuchlich. Ich habe mit "Sehr geehrte Frau XY ..." geantwortet. Seitdem bekomme ich keine Werbemails mehr von ihm.
Über die Mail eines anderen Menschen, der mein Foto nicht kennt, habe ich mich trotz der "Hallo Herr Jansen ..."-Anrede riesig gefreut. Lieber Herr Andreas Eschbach - Sie dürfen auch in hundert Jahren noch Herr zu mir sagen. Von Ihnen eine persönliche Antwort auf meinen Kommentar in Ihrem Blog zu erhalten, zaubert mir ein breites Lächeln ins Gesicht.
Ganz besonders pfiffige Zeitgenossen schaffen es sogar, vorher auf mein XING-Profil zu klicken.
Wie Ihr seht, bin ich dort eindeutig als weiblich zu erkennen, mit den ganzen in's am Ende der Tätigkeitsbezeichungen. Es sei denn, man hält den Hund für Jo. Aber auch diese Foto hält manche Mitmenschen nicht davon ab, mir Mails zu senden, die mit "Sehr geehrter Herr Jansen ..." beginnen. Einer dieser Herren wollte mir irgendeine Dienstleistung für mein Unternehmen verkaufen. Sein Foto zeigte ihn als erfolgreichen Geschäftsmann und Schlipsträger. Sein Vorname allerdings ist für Männlein und Weiblein gebräuchlich. Ich habe mit "Sehr geehrte Frau XY ..." geantwortet. Seitdem bekomme ich keine Werbemails mehr von ihm.
Über die Mail eines anderen Menschen, der mein Foto nicht kennt, habe ich mich trotz der "Hallo Herr Jansen ..."-Anrede riesig gefreut. Lieber Herr Andreas Eschbach - Sie dürfen auch in hundert Jahren noch Herr zu mir sagen. Von Ihnen eine persönliche Antwort auf meinen Kommentar in Ihrem Blog zu erhalten, zaubert mir ein breites Lächeln ins Gesicht.
Mittwoch, 3. Juli 2013
Esst mehr Thunfischsalat!
Gestern Abend las ich weiter in dem Buch "Adventureland" von Steve Harris. Es kam eine Szene, in der die Mutter Thunfischsalat gemacht, Dave aber keinen Hunger hatte. Oh, ich hätte gern an seiner Stelle ... War nur schon sehr spät.
Deshalb google ich heute Mittag Thunfischsalat und werde auf chefkoch.de fündig. Während ich mir die Zutaten anschaue und nicke, weil ich alles im Haus habe und nicht bei dem Regen zum Edeka radeln muss, poppt rechts neben dem Rezept Werbung von Thalia auf. Leute, was bin ich stolz, dass da mein "Nach(t)Sicht" beworben wird!!!
Eine besondere Form der Nahrungskette: Buch lesen, das hungrig macht, und vom Hunger wieder zum Lesen verführen lassen ...
Eine besondere Form der Nahrungskette: Buch lesen, das hungrig macht, und vom Hunger wieder zum Lesen verführen lassen ...
Also, esst mehr Thunfischsalat, dann findet Ihr auch lecker Bücher! ;-)
Montag, 1. Juli 2013
Hurra, hurra "Der Leberwurstmörder" ist da!
Vor ungefähr einem Jahr habe ich mit dem Schreiben der Geschichte um Rika, die mörderjagende Schnüffelnase begonnen, und seit heute ist das E-Book bei einem richtigen Verlag (Droemer Knaur) erhältlich! Ich freu mich riesig und wünsche allen Hunde- und Katzenfreunden, Krimi-Liebhabern und Lesern ganz viel Spaß mit der Geschichte.
Und wer nun meint "Och ..., ist ja nur ein E-Book, das kann ich nicht lesen, ich hab keinen Kindle", dem kann geholfen werden! Für i-Pad, i-Phone, Mac, PC und andere gibt es kostenlose Apps, die man installieren und damit E-Books lesen kann. Dauert nicht länger als eine Minute - schaut mal hier bei amazon:
Dienstag, 18. Juni 2013
Hund und Katzenjammer
Nun sind sie wieder fort - meine Lieben - und ich habe dieses komische Gefühl, als ob auch ein Stückchen von mir abgereist wäre. Wieder bleibe ich mit dem Gedanken zurück, dass nicht alle Worte gesagt, nicht alle Dinge getan wurden und wir uns mindestens einmal zu wenig in den Arm genommen haben.
Es tut einfach weh, durch die Wohnung zu gehen und überall die Spuren zu sehen, die sie hinterlassen haben. Mr. J's nur halb leer getrunkenen Teetasse in der Küche. Markus' Badehandtuch auf dem Terrassenstuhl. Die Reste des leckeren kalifornisch-mexikanischen Essens, das Gabriel uns gestern gekocht hat, im Kühlschrank ...
Ich weiß, dass Wiedersehensfreude und Abschiedsschmerz irgendwie zusammengehören. Dass ich lieber diese beiden Gefühle auslebe, wie Wellenberge und Wellentäler, als eine platte Gleichgültigkeit zu spüren. Und doch ... allein die Angst vor dieser Traurigkeit, lässt mich schon vor dem Abschied traurig sein, anstatt die letzten Stunden und Minuten miteinander zu genießen. Nach außen hin lachen, innerlich weinen ... um es den anderen nicht auch schwer zu machen. Einmal zum Abschied herzlich umarmen, ganz fest drücken und hoffen, dass wir uns bald wieder in den Armen liegen werden. Denn irgendwo ist da auch diese Angst, dass es ein letzter Abschied sein könnte - niemand weiß, was das Schicksal mit ihm vorhat.
So geht es mir mit meinen Kindern, meinem Liebsten, meinen Eltern. Vielleicht geht es ihnen genau so mit mir ...
Nun sitze ich da, allein mit meinem Katzenjammer. Nun, fast allein, denn der Hund bleibt. Auch Rika ist traurig, sah den abfahrenden Autos hinterher und verstand ...
Abe, ganz tief in mir, spüre ich etwas wachsen. Ein kleines Fünkchen, dass in den nächsten Tagen größer und heller werden wird: die Freude auf das nächste Wiedersehen.
Es tut einfach weh, durch die Wohnung zu gehen und überall die Spuren zu sehen, die sie hinterlassen haben. Mr. J's nur halb leer getrunkenen Teetasse in der Küche. Markus' Badehandtuch auf dem Terrassenstuhl. Die Reste des leckeren kalifornisch-mexikanischen Essens, das Gabriel uns gestern gekocht hat, im Kühlschrank ...
Ich weiß, dass Wiedersehensfreude und Abschiedsschmerz irgendwie zusammengehören. Dass ich lieber diese beiden Gefühle auslebe, wie Wellenberge und Wellentäler, als eine platte Gleichgültigkeit zu spüren. Und doch ... allein die Angst vor dieser Traurigkeit, lässt mich schon vor dem Abschied traurig sein, anstatt die letzten Stunden und Minuten miteinander zu genießen. Nach außen hin lachen, innerlich weinen ... um es den anderen nicht auch schwer zu machen. Einmal zum Abschied herzlich umarmen, ganz fest drücken und hoffen, dass wir uns bald wieder in den Armen liegen werden. Denn irgendwo ist da auch diese Angst, dass es ein letzter Abschied sein könnte - niemand weiß, was das Schicksal mit ihm vorhat.
So geht es mir mit meinen Kindern, meinem Liebsten, meinen Eltern. Vielleicht geht es ihnen genau so mit mir ...
Nun sitze ich da, allein mit meinem Katzenjammer. Nun, fast allein, denn der Hund bleibt. Auch Rika ist traurig, sah den abfahrenden Autos hinterher und verstand ...
Abe, ganz tief in mir, spüre ich etwas wachsen. Ein kleines Fünkchen, dass in den nächsten Tagen größer und heller werden wird: die Freude auf das nächste Wiedersehen.
Sonntag, 9. Juni 2013
Sitz - Platz - Schnulzenfilm ,-)
Zur
Zeit bin ich "Strohwitwe", da Mr.J. geschäftlich zwei
Wochen unterwegs ist.
Am
Freitagabend - hach, so allein ohne ihn - schaute ich mir "Love
Happens" mit Jennifer Aniston an. Eine feine Geschichte mit ein
bisschen Herzschmerz. Ich sage immer Schnulzenfilm dazu.
Rika
hatte gerade ihr Futter bekommen, als ich den Film laufen ließ. Sie
fraß, kam hinterher wie üblich zum Bedanken per Nasenstupser zu mir
und blieb dann aber vor der Couch stehen. Gab seltsame Laute von
sich, fast ein Winseln. Ich sah sie an und sagte: "Du hast ja
Recht. Es ist ein Schnulzenfilm." Und hopp, schon war sie neben
mir auf der Couch und blieb bis zum Ende des Films dort liegen.
Sonst
darf Rika nie auf die Couch, sondern hat ein weiches Lammfell als
Lager daneben. Nur beim Schnulzenfilm mache ich eine Ausnahme. Sie
weiß das.
Dienstag, 4. Juni 2013
Umzug und überhaupt nicht Ausweglos ...
Ja, es steht wieder einmal ein Umzug an. Er ist schon länger geplant und nun wird es Zeit - zum 1. Juli will ich umgezogen sein! Nein, nein - ich packe keine Umzugskisten. Meine Bücher bzw. E-Books ziehen um! Von meinem realen Namen, unter dem sie bisher erhältlich waren, zu Jo Jansen.
Wer also noch ein Taschenbuch von Uta D. haben möchte, muss sich beeilen - die Auflage ist nun also limitiert ;-)
Für alle, die sich gruseln möchten, habe ich hier den Link zu meinem Wettbewerbsbeitrag bei neobooks. Thema des "Special Thrillers" war Nachts / Angst / Dunkel. Bei mir wird es ganz schön dunkel ...
--> Jo Jansen "Ausweglos"
Viel Spaß beim Lesen und natürlich freue ich mich über Rezensionen direkt bei neobooks oder Kommentare hier im Blog.
Wer also noch ein Taschenbuch von Uta D. haben möchte, muss sich beeilen - die Auflage ist nun also limitiert ;-)
Für alle, die sich gruseln möchten, habe ich hier den Link zu meinem Wettbewerbsbeitrag bei neobooks. Thema des "Special Thrillers" war Nachts / Angst / Dunkel. Bei mir wird es ganz schön dunkel ...
--> Jo Jansen "Ausweglos"
Viel Spaß beim Lesen und natürlich freue ich mich über Rezensionen direkt bei neobooks oder Kommentare hier im Blog.
Mittwoch, 8. Mai 2013
Frisch frisiert
Letzte
Woche war ich beim Friseur. Der war richtig süß ;-) Ich fragte ihn,
ob es nicht eine ganz schöne
Fummelei sei, die vielen dünnen Strähnchen abzuteilen und zu
bearbeiten. Also, für mich wäre es eine Strafarbeit, DAS an
jemandes Kopf tun zu müssen. Der Friseur meinte nur, dass er das am
liebsten macht und dabei total entspannen kann. Find'
ich klasse! Jeder sollte tun dürfen, was er gern tut, dann
müssten alle glücklich sein, zumindest bei ihrer Arbeit.
Der Friseur stellte mir dauernd irgendwelche Fragen - wie ich die Haare gern hätte, was ich arbeite, wo es im Urlaub hingehen soll usw. Jede meiner Antworten quittierte er mit einem lächelnden "Perfekt!" Witzig wurde es, als ich sagte, dass ich mal kurz auf's Klo verschwinde. Er antwortete - na was wohl? "Perfekt!"
Heute saß ich in meinem Sommerarbeitszimmer, also draußen auf der Terrasse. Über mir der blaue Himmel und Sonnenschein, neben mir schlief der Hund und ringsum blühten und dufteten die Blumen und Obstbäume. In dieser Idylle habe ich drei (!!!) Nikoläuse ermordet und im Schnee liegen lassen ;-) Das hat Spaß gemacht. Die Geschichte ist noch geheim und kommt in einen Adventskalender der DWW's (eine Gruppe auf XING). Es wird ein sehr schöner Kalender, von dem ich Euch bald mehr berichten werde. Jetzt wollen wir erst einmal den Frühling genießen.
Auch die Natur sieht aus wie frisch frisiert - und duftet!!!
Freitag, 3. Mai 2013
Der Sprung des Glücks
Meine Liebslingstasse ist meine Glückstasse. Unübersehbar kündet der Aufdruck "Glückspilz" von ihrer Funktion - mich jeden Tag daran zu erinnern, dass es tausend Gründe gibt, glücklich zu sein. Große Gründe wie Gesundheit, die große Liebe und wohlgeratene Kinder. Kleine Gründe wie das Gewitter, das uns letzte Nacht den Garten gegossen hat, ein lieber Gruß per Postkarte, der ins Haus geflattert kommt oder die duftenden Apfelblüten an den Bäumen neben dem Haus.
Doch manchmal glauben wir, dass das Glück uns verlassen hat. Auch für meine Glücktasse gab es den Moment, in dem sie einfach Pech hatte - Peng! Ein Zusammenstoß mit einer anderen Tasse ließ ein Stück vom Glück absplittern, fortspringen auf Nimmerwiedersehen. Welch ein Glück - dabei blieb der Rest der Tasse heil! Ich liebe meine Glückstasse nun fast noch mehr. Sie ist nicht mehr makellos (ich bin es auch nicht). Ihr fehlt ein Stückchen der glatten, glänzenden Oberfläche - ich habe das Muster mit wasserfesten Stuften notdürftig nachgezeichnet. Doch unter dieser Narbe ist sie heil, ohne Sprung und erfüllt ihre Funktion. Sie hält meinen Kaffee für mich bereit und erinnert mich daran, dass auch das Glück manchmal einen Sprung haben kann.
Gut, wenn kein Unglück unser Leben trifft. Aber erfüllt es uns nicht mit einem viel größeren Glücksgefühl, ein Unglück (fast) unbeschadet überstanden zu haben?
Doch manchmal glauben wir, dass das Glück uns verlassen hat. Auch für meine Glücktasse gab es den Moment, in dem sie einfach Pech hatte - Peng! Ein Zusammenstoß mit einer anderen Tasse ließ ein Stück vom Glück absplittern, fortspringen auf Nimmerwiedersehen. Welch ein Glück - dabei blieb der Rest der Tasse heil! Ich liebe meine Glückstasse nun fast noch mehr. Sie ist nicht mehr makellos (ich bin es auch nicht). Ihr fehlt ein Stückchen der glatten, glänzenden Oberfläche - ich habe das Muster mit wasserfesten Stuften notdürftig nachgezeichnet. Doch unter dieser Narbe ist sie heil, ohne Sprung und erfüllt ihre Funktion. Sie hält meinen Kaffee für mich bereit und erinnert mich daran, dass auch das Glück manchmal einen Sprung haben kann.
Gut, wenn kein Unglück unser Leben trifft. Aber erfüllt es uns nicht mit einem viel größeren Glücksgefühl, ein Unglück (fast) unbeschadet überstanden zu haben?
Donnerstag, 25. April 2013
Parkhauspech und Putzalternativen
Gestern Mittag landete Mr.J in Zürich und ich holte ihn, wie immer, mit dem Auto ab. Die Parkhäuser waren mehr als voll - statt wie gewohnt 600 oder wenigstens 300 freie Plätze, zeigte mein Lieblingsparkhaus nur gut 30 an. Ich brauchte ja nur einen, also zog ich ein Ticket und fuhr hinein. Hinauf und wieder hinunter fuhr ich, kreiste durch die Etagen, begegnete anderen Suchenden, um am Ende auf der dritten Ebene in einer Einbahnstraße zu landen, die direkt zur Ausfahrt führte! Mist! Ohne bezahltes Ticket würde die Schranke sich nicht öffnen, und zurück konnte ich nicht, da hinter mir andere Autos ebenfalls auf dem Weg zur Ausfahrt waren.
Ein Lichtblick! Kurz vor der Schranke entdeckte ich links eine freie Parklücke, wie geschaffen für Blondis wie mich und wohl genau deshalb angelegt - allerdings durfte man dort, unter Androhung des Abgeschlepptwerdens maximal 15 Minuten stehen. Ich traue den Schweizern zu, dass sie die Drohung wahrmachen und diese Parklücke sogar videoüberwacht wird.
Also, im Spurt zum Parkscheinautomaten, 2 Franken dafür bezahlt, ein überfülltes Parkhaus wieder verlassen zu dürfen und zurück zum Extrem-Kurzzeitparkplatz. Glück gehabt, das Auto stand da. Noch ...
Ausfahrt geglückt, eine Ehrenrunde um den Parkhauskomplex gedreht und nun ins Parkhaus 3 eingefahren, dass mit 333 freien Stellplätzen lockte. Da wäre aber ganz sicher einer für mich dabei! Denkste - wie im Parkhaus 1 waren ganze Etagen bereits als belegt gekennzeichnet und wo frei stand, kreisten ebenso Glücklose wie ich. Ich wechselte die Etagen, hinauf, hinab ... bis ich einen Mann zielgerichtet auf ein Auto zulaufen sah! Er stieg ein, fuhr fort und ich hatte endlich einen schönen Parkplatz. Nun aber schnell zum Lift, hinunter zur Ankunftshalle und Mr. J um den Hals fallen.
Wenig später fröhlich scherzend, Hand in Hand mit meinem Liebsten zurück zum Auto. Ähm ... Moment mal - auf welcher Etage hatte ich geparkt? 3 oder 4, glaubte ich mich zu erinnern. Wir suchten auch auf der 5 und 6 vergebens, ich war mehrmals den Tränen nah, doch Mr.J blieb cool. Dann, nach einer guten halben Stunde und mehreren erfolglosen Runden durch die anderen Etagen wurden wir auf der 7. fündig. Lachend standen wir am Auto, wollten das Gepäck verstauen und schnell noch den Parkschein nachzahlen - doch das Auto öffnete sich nicht! Ja, es war unser Auto, SO blond sind wir nun beide nicht. Doch schien die Batterie vom Funkschlüssel leer zu sein. Ein sogenannter Notschlüssel ließ sich zwar aus dem Funkschlüssel lösen, aber wo ist beim Passat das passende Schloss dafür? Wir fanden es nicht. :-(
Kaffeepause! Bei leckerem Capucchino und superleckeren Schokocroissants (die sind in der Schweiz einfach Spitze!) googelten wir und wurden fündig. Ah - da ist das Schloss versteckt. Witzig war in diesem Zusammenhang der Hinweis, die Bedienungsanleitung des Autos außerhalb des Fahrzeugs aufzubewahren. Ja klar ...
Kaum hatten wir das (unter der Abdeckung des Türgriffs an der Fahrertür) versteckte Schloss gefunden, funktionierte auch der Funkschlüssel wieder ;-)
Der Rest des herrlichen Sommertages verlief sehr entspannt. Wir bummelten durch Konstanz und am Seeufer entlang, ließen weder Eis, noch Biergarten aus und fühlten uns ein bisschen wie im Urlaub.
Na, wer hat bis hierher gelesen, einzig in der Hoffnung, dass endlich Putzalternativen genannt werden, die das tägliche Leben einfacher machen? Die Entscheidung liegt bei Dir. Wenn Du, aus welchem Grund auch immer, die Wahl hättest, mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu jagen oder draußen, auf der Wiese Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Tausendschönchen & Co. zu pflücken und damit in kleinen und kleinsten Vasen die Wohnung zu schmücken - was tätest Du?
Ich habe mich gestern für die Blümchen entschieden und fand es sehr beglückend. Der Staubsauger kam heute an die Reihe.
Ein Lichtblick! Kurz vor der Schranke entdeckte ich links eine freie Parklücke, wie geschaffen für Blondis wie mich und wohl genau deshalb angelegt - allerdings durfte man dort, unter Androhung des Abgeschlepptwerdens maximal 15 Minuten stehen. Ich traue den Schweizern zu, dass sie die Drohung wahrmachen und diese Parklücke sogar videoüberwacht wird.
Also, im Spurt zum Parkscheinautomaten, 2 Franken dafür bezahlt, ein überfülltes Parkhaus wieder verlassen zu dürfen und zurück zum Extrem-Kurzzeitparkplatz. Glück gehabt, das Auto stand da. Noch ...
Ausfahrt geglückt, eine Ehrenrunde um den Parkhauskomplex gedreht und nun ins Parkhaus 3 eingefahren, dass mit 333 freien Stellplätzen lockte. Da wäre aber ganz sicher einer für mich dabei! Denkste - wie im Parkhaus 1 waren ganze Etagen bereits als belegt gekennzeichnet und wo frei stand, kreisten ebenso Glücklose wie ich. Ich wechselte die Etagen, hinauf, hinab ... bis ich einen Mann zielgerichtet auf ein Auto zulaufen sah! Er stieg ein, fuhr fort und ich hatte endlich einen schönen Parkplatz. Nun aber schnell zum Lift, hinunter zur Ankunftshalle und Mr. J um den Hals fallen.
Wenig später fröhlich scherzend, Hand in Hand mit meinem Liebsten zurück zum Auto. Ähm ... Moment mal - auf welcher Etage hatte ich geparkt? 3 oder 4, glaubte ich mich zu erinnern. Wir suchten auch auf der 5 und 6 vergebens, ich war mehrmals den Tränen nah, doch Mr.J blieb cool. Dann, nach einer guten halben Stunde und mehreren erfolglosen Runden durch die anderen Etagen wurden wir auf der 7. fündig. Lachend standen wir am Auto, wollten das Gepäck verstauen und schnell noch den Parkschein nachzahlen - doch das Auto öffnete sich nicht! Ja, es war unser Auto, SO blond sind wir nun beide nicht. Doch schien die Batterie vom Funkschlüssel leer zu sein. Ein sogenannter Notschlüssel ließ sich zwar aus dem Funkschlüssel lösen, aber wo ist beim Passat das passende Schloss dafür? Wir fanden es nicht. :-(
Kaffeepause! Bei leckerem Capucchino und superleckeren Schokocroissants (die sind in der Schweiz einfach Spitze!) googelten wir und wurden fündig. Ah - da ist das Schloss versteckt. Witzig war in diesem Zusammenhang der Hinweis, die Bedienungsanleitung des Autos außerhalb des Fahrzeugs aufzubewahren. Ja klar ...
Kaum hatten wir das (unter der Abdeckung des Türgriffs an der Fahrertür) versteckte Schloss gefunden, funktionierte auch der Funkschlüssel wieder ;-)
Der Rest des herrlichen Sommertages verlief sehr entspannt. Wir bummelten durch Konstanz und am Seeufer entlang, ließen weder Eis, noch Biergarten aus und fühlten uns ein bisschen wie im Urlaub.
Na, wer hat bis hierher gelesen, einzig in der Hoffnung, dass endlich Putzalternativen genannt werden, die das tägliche Leben einfacher machen? Die Entscheidung liegt bei Dir. Wenn Du, aus welchem Grund auch immer, die Wahl hättest, mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu jagen oder draußen, auf der Wiese Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Tausendschönchen & Co. zu pflücken und damit in kleinen und kleinsten Vasen die Wohnung zu schmücken - was tätest Du?
Ich habe mich gestern für die Blümchen entschieden und fand es sehr beglückend. Der Staubsauger kam heute an die Reihe.
Sonntag, 21. April 2013
Das Gutshotel
Dies ist eine Geschichte, die ich (fast) so ähnlich selbst erlebt habe und heute bei neobooks den Rezensenten zum "Draufstürzen" vorgeworfen habe ;-)
--> "Das Gutshotel" von Jo Jansen
Natürlich interessieren mich auch Eure Meinungen. Der Titel z.B. klingt mir noch nicht knackig genug ... Daher, für alle, denen neobooks zu umständlich ist, hier die komplette Geschichte in ihrer ersten Fassung.
--> "Das Gutshotel" von Jo Jansen
Natürlich interessieren mich auch Eure Meinungen. Der Titel z.B. klingt mir noch nicht knackig genug ... Daher, für alle, denen neobooks zu umständlich ist, hier die komplette Geschichte in ihrer ersten Fassung.
2052
„Oma, noch mal die Spukgeschichte, bitte!“
Wer je in die
braunen Kulleraugen meiner beiden Enkelinnen gesehen hat, der wird
verstehen, dass ich ihnen fast keine Bitte abschlagen kann. Auch wenn
es mir, selbst nach so vielen Jahren, bei der Erinnerung an die
Ereignisse immer noch eiskalt den Rücken hinunterläuft. So rücke
ich mir das Samtkissen unter meiner linken Pobacke zurecht, damit ich
in meinem Lieblingssessel halbwegs gerade sitze, und schaue mit
wichtiger Miene über den Rand meiner Brille auf Caroline und Carmen
hinab, die es sich zu meinen Füßen auf dem Teppich bequem gemacht
haben und erwartungsvoll zu mir heraufblicken.
2013
Nach einem sehr
erfolgreichen Gespräch, das mit einem Vertragsabschluss endete, war
ich auf dem Heimweg, hatte jedoch keine Lust zur Kilometerjagd auf
der Autobahn. Stattdessen ließ ich mein Cabriolet mit offenem
Verdeck die Alleen entlangleiten, genoss den Blick auf Wiesen und
Wälder, und sah ab und zu einen See in der Sonne glitzern. All diese
Ruhe, dieses Spiel von Licht und Schatten, zogen mich so dermaßen in
ihren Bann, dass ich unmerklich immer langsamer wurde, gar nicht mehr
fort wollte von hier. Ein Hupen riss mich aus meinen Träumen –
ausgerechnet ein Traktor mit langem Anhänger, der hinter mir her
rumpelte und dessen Fahrer ich zu langsam fuhr. Im nächsten Moment
fiel mir ein kleines Schild an der rechts liegenden Abzweigung auf:
Gutshotel stand
dort in leuchtend grünen Buchstaben. War es Schicksal, dass ich
automatisch den Blinker betätigte und rechts abfuhr?
Eine doppelreihige Pappelallee führte schnurgerade auf ein Anwesen
zu. Es war ein erhabenes Gefühl, als führe ich durch den Säulengang
einer Kathedrale. Die Spätnachmittagssonne fiel zwischen den
schlanken Bäumen hindurch wie durch gotische Fenster und malte
flirrende Muster auf das Kopfsteinpflaster. Das schmiedeeiserne Tor
am Ende der Allee stand einladend offen und so knirschte kurz darauf
der Kies der Auffahrt unter den Reifen, während ich mein Auto
langsam auf das Gutshaus zurollen ließ. Es war ein imposantes
Gebäude, ganz aus Backstein erbaut, mit Türmchen, Erkern und
Balkonen, sowie einer großen, geschwungenen Freitreppe. Im
Hintergrund des gepflegten Gartens sprühte eine Fontäne. Alles
strahlte eine stille Eleganz und Ruhe aus und ich fühlte mich um
einhundert Jahre in der Zeit zurückversetzt. Direkt am Fuße der
Freitreppe ließ ich mein Auto zum Stehen kommen und blickte hinauf.
Die Treppe war von einer, ebenfalls aus Backstein errichteten, Mauer
eingefasst und bei genauerem Hinsehen erblickte ich an ihrem Rand
zwei winzige Hände und einen rotblonden Wuschelkopf.
„Hallo?!“,
rief ich, worauf die Hände und Kopf verschwanden und im nächsten
Moment ein etwa zehnjähriger Junge vor mir stand – mit ebendiesem
rotblonden Wuschelkopf, einem ehemals weißen T-Shirt und
zerschrammten Knien, die Hände tief in den Taschen der kurzen Hose
vergraben. Schräg über seine Brust lief der Riemen einer Art
Tasche, die hinter seinem Rücken verborgen blieb. Ich versuchte,
seinen aufgesetzt grimmigen Blick zu ignorieren und nicht sofort in
Lachen auszubrechen. Stattdessen sagte ich noch einmal:
„Hallo
ihr zwei!“, da der Besitzer der winzigen Hände immer noch im
Verborgenen blieb. Diese Ansprache überraschte meinen jungen Helden,
denn die Grimmigkeit in seinem Blick verschwand und, leicht
verunsichert, antwortete er:
„Aber
ich bin doch ganz allein.“
„Wer
bist du denn?“
„Ich
bin Robin, wie Robin Hood, und ich bin neun,
aber im Oktober werd' ich zehn.“
Wie, um seine Aussage zu beweisen, zog er einen selbst gebauten Bogen
und ein paar Pfeile in einem ledernen Köcher hinter seinem Rücken
hervor. Im ersten Moment war ich beeindruckt, doch dann fiel mein
Blick auf seine Hände und ich erschrak. Diese winzigen Hände, die
ich am Rande der Mauer gesehen hatte, und die aussahen, als gehörten
sie zu einem Zwei-, höchstens Dreijährigen, das waren Robins Hände.
Sie wirkten so abartig fremd an einem ansonsten, wie es schien,
normal entwickelten Körper, dass ich mich fragte, welches Schicksal
ihm widerfahren sein mochte. Robins Blick ruhte auf meinem Gesicht,
er beobachtete mich. Hatte er meine Irritation bemerkt? Um die
Situation zu überspielen und auch, um mein eigentliches Anliegen
vorzubringen, fragte ich ihn:
„Kannst
Du mir helfen? Ich würde gern hier übernachten.“
„Klar.
Komm, ich bring Dich zu meiner Mama. Sie ist hinten im Garten.“
Ich stieg aus und er hielt mir seine Hand hin. Nur widerwillig
ergriff ich sie und erschrak ein zweites Mal – sie war eiskalt.
„Thora
von Weyden, aber nennen Sie mich einfach Thora - herzlich
willkommen.“ Eine schlanke, elegante Frau, deren rote Lockenmähne
sie eindeutig als die Mutter von Robin kennzeichnete, erhob sich aus
einem der Korbstühle, die im Schatten eines riesigen Apfelbaumes
standen, kam auf mich zu und streckte mir ihre Hand zur Begrüßung
entgegen. Ich ergriff sie freudig, auch weil ich so endlich die
Hand
ihres
Sohnes freigeben
konnte.
Robins Mutter war eine faszinierende Frau, Ende dreißig, mit einem
ungewöhnlichen, schönen Gesicht. Fast schien es, als habe ein Maler
einem Porträt zwei Gesichter gegeben. Während Thoras rechte
Gesichtshälfte die einer Frau in den besten Jahren war – gepflegt,
aber mit kleinen Fältchen, insbesondere am Mund und am rechten Auge,
bot sie von links einen nahezu makellosen Anblick. Keine Falte, ja
nicht einmal ein Fältchen konnte ich auf der linken Seite ihres
Gesichts erkennen. Als gehörte dieser Teil ihres Gesichts einer
gerade zwanzigjährigen Frau. Mir wurde bewusst, dass ich die Mutter
ebenso anstarrte, wie kurz zuvor ihren Sohn und ich versuchte die
Peinlichkeit der Situation zu überspielen, indem ich mich
vorstellte:
„Amalia
Grand, Schriftstellerin, Sie dürfen gern Amalia sagen.“
Thora lächelte erfreut, das heißt, ihre rechte, ältere
Gesichtshälfte lächelte. Die linke Seite blieb regungslos. Eine
missglückte Botoxbehandlung?
„Oh
sehr schön. Wollen Sie etwa über unser Spukschloss schreiben?“
„Ähm,
nein, eigentlich wollte ich hier nur übernachten. Gibt es denn
Spukgeschichten über dieses Haus zu erzählen?“
„Nun,
im Dorf erzählt man sich so einiges, aber ich versichere Ihnen, das
ist alles nur Gerede. Als Anfang des letzten Jahrhunderts der letzte
Gutsherr starb, richtete man hier ein sogenanntes Siechenheim ein.
Müssen schlimme Zustände gewesen sein, mit bettlägerigen Menschen
überfüllte Säle, überfordertes Personal, mangelhafte Hygiene ...“
Thora zeigte mit weit ausholender Geste über das Anwesen.
„Sie
können sich gar nicht vorstellen, wie das nach der Wende hier
aussah. Mein Mann Friedrich und ich haben das Gutshaus günstig
erworben, all unsere Ersparnisse hineingesteckt, wollten hier leben
und viele Kinder bekommen. Kurz vor Robins Geburt starb er dann.“
Sie schluckte.
„Ein
tragischer Unfall. Er ist die Treppe hinab gestürzt.“
Mein Blick ging automatisch hinüber zur großen Freitreppe, was
Thora nicht unkommentiert ließ.
„Nein,
nicht diese. Im Haus gibt es neben der großen Treppe noch eine
schmale, steile, die früher den Dienstboten vorbehalten war. Seit
dem Unfall benutzen wir sie nicht mehr. Und ich vermiete an
Übernachtungsgäste.“
Es schwang Verbitterung in ihrer Stimme mit.
„Tun
Sie mir den Gefallen und essen mit uns zu Abend? Wir haben im Moment
keine weiteren Gäste.“
„Gern.
Ich
möchte
nur vorher noch ein Stückchen spazieren gehen.“
„Aber
natürlich. Lassen
Sie sich Zeit. Wir essen um acht, Robin hat ja Ferien. Links durch
den Park gelangen Sie ins Dorf, rechts am Bach entlang zum Wald. Es
wird Ihnen hier gefallen.“
Thora behielt recht, der Spaziergang gefiel mir sehr. Ich wählte
zunächst den Weg am Bach entlang, entdeckte dort tatsächlich
Biberspuren – sie waren eindeutig erkennbar – kegelförmig
abgenagte Äste und Stämme von kleinen Bäumen am Bachufer. Nur die
Biberburg selbst blieb mir verborgen. Dafür stieß ich auf ein
Schild mit der Aufschrift Rundweg und gelangte so, durch den Wald, in
großem Bogen zurück ins Dorf. Das kleine Kirchlein stand auf einem
Feldsteinsockel und war ansonsten ebenfalls ganz aus Backsteinen
erbaut, wie das Gutshaus. Es wurde von einem windschiefen Turm
gekrönt und von einer noch schieferen Mauer eingefasst, hinter der
ich ein paar Grabsteine krumm und buckelig hocken sah. Ich liebe alte
Friedhöfe, sie geben unserem Dasein ein Gefühl von Relativität,
als wäre all unser Kummer, all unsere Freude, schon einmal gelebt
worden. Nur eben von anderen Menschen.
Andächtig
schritt ich durch die Reihen. Armeleutegräber mit einfachen,
schwarzen Steinen oder kleinen Grabplatten, die meisten mit Efeu
überwuchert, doch deuteten vereinzelte Blumensträuße darauf hin,
dass noch Angehörige in der näheren Umgebung leben mussten. Im
hinteren Teil des Friedhofs gab es im Schatten einer alten Eiche eine
Wiese mit einer großen Tafel. Hier lagen die Toten des Siechenheims.
Ich zählte weit über zweihundert Namen auf der Tafel und wagte mir
gar nicht vorzustellen, wie
man sie hier begraben hatte. Am Ende der Wiese ragte ein Bauwerk aus
hellem Sandstein auf, das fast schon freundlich wirkte in dieser
düsteren Umgebung. Interessiert trat ich näher und erkannte, dass
es sich dabei um die Gruft der Familie von Weyden handelte. Einem
antiken Tempel nicht unähnlich, nur dass keine klassischen Säulen
das dreieckig emporragende Dach trugen, sondern stilisierte
Trauerweiden. Ein schmiedeeisernes Gitter verwehrte den Zugang ins
Innere der Gruft. Die Jahreszahlen auf der, aus glänzendem Marmor
bestehenden, Tafel ließen mich stutzig werden. Friedrich von Weyden
18.2.1959 – 25.9.1998.
Hatte Thora nicht gesagt, ihr Mann sei kurz vor Robins Geburt
gestorben? Und Robin wiederum hatte mir stolz berichtet, dass er im
Oktober zehn
Jahre alt würde? Dann war Friedrich bereits fünf Jahre tot, als
Robin auf die Welt kam, und konnte somit nicht sein Vater sein.
Eine schnarrende Stimme riss mich aus meinen Überlegungen.
„Gehör'n
Se zu denen?“
Eine kleine, alte Frau, in schwarzer Kittelschürze mit grauen
Blümchen darauf, kam in Gummistiefeln auf mich zugeschlurft. In der
linken Hand trug sie eine kleine Gießkanne, den Zeigefinger der
rechten Hand hielt sie fast anklagend auf die Gruft gerichtet,
während ihre Frage noch in der Luft hing.
„Nein“,
beeilte ich mich zu versichern, als fühlte ich mich zu Unrecht
verdächtigt. „Ich bin nur auf der Durchreise und übernachte im
Gutshotel.“
„Besser
für Sie!“
Damit hatte sie nun doch meine Neugierde geweckt.
„Warum?“
Die Alte kam so nahe, dass ich ihren schlechten Atem riechen konnte,
blickte mich mit kleinen Augen fast verschwörerisch an und schnarrte
leise:
„Weil
es eine Schande ist.“
Ich verstand immer noch nichts. Meinte sie Robins Geburt so lange
nach dem Tod seines angeblichen Vaters? Die Alte sah wohl meine
Ratlosigkeit und zog mich zu einer steinernen Bank im Schatten der
großen Eiche. Dort erfuhr ich von ihr, dass Friedrich von Weyden,
kaum dass die wichtigsten Sanierungsarbeiten am Gutshaus erledigt
waren, diese Gruft anlegen ließ. Er fühlte sich dazu berufen, nach
alter Gutsherrenmanier zu residieren und meinte, eine Familiengruft
gehöre dazu. Dass er diese auf der Fläche des ehemaligen
Massengrabes vom Siechenheim anlegte, schien ihn nicht zu stören.
Knochen, die bei den Baggerarbeiten ans Tageslicht kamen, wurden
einfach an anderer Stelle wieder verscharrt.
„Wer
die Totenruhe stört, kommt selbst zu Tode …“
Für die Alte war es ganz klar, dass es sich bei Friedrichs
Treppensturz um keinen Unfall handelte, sondern um die Rache der
Geister der Verstorbenen.
„Auf
dem Haus und der Familie liegt ein Fluch. Ich würde keinen Fuß ins
Gutshaus setzen, niemals.“
Sie bekreuzigte sich, schnappte sich ihre kleine Gießkanne und
schlurfte davon. Nachdenklich sah ich ihr hinterher. Natürlich
glaubte ich nicht an solchen Spuk. Aber schließlich war ich
Schriftstellerin und warum sollte ich nicht zur Abwechslung einmal
eine Geistergeschichte schreiben? Thora könnte mir sicher noch ein
paar Fragen beantworten.
Mein knurrender Magen erinnerte mich daran, dass die Zeit des
Abendessens nahte und so machte ich mich auf den Rückweg. Kaum hatte
ich den Friedhof verlassen, erfasste mich eine angenehme
Fröhlichkeit. Die Vögel sangen ihr Abendlied, Blumen dufteten am
Wegesrand und ich würde mir den Spaß erlauben und eine
Gruselgeschichte schreiben. Thora erwartete mich bereits und zeigte
mir mein Zimmer. Es war riesig, mit einer großen Flügeltür, einem
Balkon zum Garten hin und einem wundervollen Himmelbett in der Mitte
des Raumes, sodass ich mich fast wie eine Prinzessin in ihren
Gemächern fühlte. Bis mir wieder einfiel, dass bis vor knapp
fünfundzwanzig Jahren wohl zwanzig Menschen in so einem Raum gelegen
hatten.
Das Abendessen war einfach, aber gut. Es gab frisches Brot, Käse,
Salat und einen herrlich fruchtigen Brombeerwein – selbst gemacht,
wie Thora mir versicherte. Unser Gespräch drehte sich um belanglose
Themen. Thora berichtete vom Umbau des Gutshauses und interessierte
sich zu erfahren, welche Bücher ich bereits veröffentlicht hätte.
Ich ließ ihr „Nach(t)Sicht“ als Geschenk da. Weil Robin die
ganze Zeit über mit am Tisch blieb, wagte ich nicht, das Gespräch
auf Friedrichs Tod und das Spukthema zu lenken. Eine plötzliche
Müdigkeit ließ mich meine Fragen auf den nächsten Morgen
verschieben. Dann, so hoffte ich, würde ich Thora noch einmal allein
sprechen können.
Von meinem Zimmer gingen zwei kleine Türen ab. Eine davon führte in
eine leer stehende Abstellkammer, die andere in ein sehr schönes
Badezimmer mit Wanne und Dusche. Spontan beschloss ich, ein Bad zu
nehmen, genoss die entspannende Wirkung des warmen Wassers und war
danach hundemüde. Die kleine Lampe neben meinem Bett tauchte das
Zimmer in angenehmes Dämmerlicht. Gerade wollte ich mich in die
weichen Kissen sinken lassen, als mein Blick auf die Tür zur
Abstellkammer fiel, die einen Spaltbreit offen stand. Wir hatten sie
wohl nicht wieder richtig geschlossen, als Thora mir das Zimmer
zeigte. Seufzend stieg ich wieder aus dem Bett und huschte auf
nackten Füßen durchs Zimmer. Einem Impuls folgend, öffnete ich die
Tür noch einmal, um mich zu vergewissern, dass der Raum dahinter
auch wirklich leer war. Die Kammer war fensterlos, ungefähr zwei mal
drei Meter groß und tatsächlich komplett leer. Was hatte ich denn
erwartet? Dass dort plötzlich ein Geist hockte und mich angrinste?
Blödsinn! Nachdenklich blieb ich einen Moment auf der Türschwelle
stehen, überlegte, was man hier früher wohl abgestellt haben
mochte, oder – und dabei stellten sich mir die Haare auf meinen
nackten Unterarmen auf – wen. Eine plötzliche Kälte erfasste
mich, so als ginge ein leiser Luftzug und ich merkte, dass mein Atem,
der eben noch ruhig und gleichmäßig gewesen war, plötzlich
schneller wurde, als käme ich mit Mühe eine steile Treppe hinauf
gestiegen. Dabei stand ich völlig unbeweglich. Entschlossen trat ich
einen Schritt zurück, schlug ich die Tür zu und erschrak selbst
über das laute Geräusch, das ich dabei verursachte. Um alle
Spukgedanken endgültig zu vertreiben, drehte ich auch noch den
Schlüssel um und vergewisserte mich, dass die kleine Tür nun fest
verschlossen war. Zufrieden ging ich ins Bett und fiel in einen
traumlosen Schlaf.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich ein typischer
Bauchschläfer bin? So lag ich auch hier, im Himmelbett des
Gutshauses, selig schlafend auf dem Bauch, bis … eine eiskalte Hand
mir an den Po griff! Ich war sofort hellwach, drehte mich herum, setzte mich auf und
sah mich im Schein des Mondlichts, das durchs Fenster fiel, in meinem
Zimmer um. Alles wirkte ruhig, niemand außer mir war hier. Und doch.
Ich hatte die Hand gespürt, ganz deutlich. Meine linke Pobacke
fühlte sich noch eiskalt an. Hatte ich so realistisch geträumt?
Dann fiel mein Blick auf die Tür der Abstellkammer. Sie stand wieder
einen Spaltbreit offen. Wie konnte das sein? Ärgerlich sprang ich
aus dem Bett und schrie leise auf. Meine linke Pobacke verkrampfte
sich schmerzhaft, sodass ich zur Abstellkammer mehr humpelte, als
ging. Kopfschüttelnd öffnete ich die Tür und
betätigte den Lichtschalter. Das grelle Licht blendete mich
kurzzeitig, trotzdem glaubte ich, eine Bewegung wahrzunehmen. Ein
Flirren, wie man es im Sommer manchmal über dem heißen Asphalt
sehen kann. Nur, in der Kammer war es eiskalt, viel kälter als in
meinem Zimmer. Und, auch wenn ich es rational nicht erklären konnte,
ich fühlte mich nicht allein. Ich spürte, wie die Kälte von
meinem ganzen Körper Besitz ergriff, fast wollte das Entsetzen mich
lähmen, doch das durfte ich nicht zulassen. Hastig zog ich mich an,
warf meine Sachen in den Koffer, klemmte einen Einhunderteuroschein
unter den Fuß der Nachttischlampe und verließ fluchtartig das
Zimmer. Direkt gegenüber meiner Zimmertür lag der Zugang zum
Dienstbotentreppenhaus und somit der kürzeste Weg nach draußen. Ich
stolperte mehr, als dass ich lief, die steile Treppe hinunter und es
grenzte an ein Wunder, dass ich es nicht Friedrich gleichtat und
hinabstürzte. Unten angekommen heulte ich auf, wie ein verwundetes
Tier. Die Tür zum Garten, in die rettende Freiheit - sie war
verschlossen! Kein Schlüssel steckte, sodass ich in der Falle saß.
Mir blieb nichts weiter übrig, als die steile Treppe mit wachsendem
Entsetzen wieder hinaufzusteigen. Obwohl mein Koffer nur klein und
leicht war, fiel mir das von Stufe zu Stufe schwerer, denn eine
eigenartige Lähmung schien sich, ausgehend von meiner immer noch
eiskalten und mittlerweile gefühllosen linken Pobacke, in meinem
Körper auszubreiten. Irgendwo in der Tiefe des Hauses glaubte ich,
Gelächter zu hören, höhnisch und mehrstimmig.
Mit letzter Kraft erreichte ich den Flur, schleppte mich an meinem
Zimmer vorbei, nach vorn, zur großen Freitreppe. Mittlerweile konnte
ich das linke Bein nicht mehr richtig bewegen, ich zog es mehr hinter
mir her, als dass es mich trug. Die große Tür an der Freitreppe war
zwar auch verschlossen, jedoch zu meinem Glück nur mit einem Riegel,
der sich normalerweise leicht von innen öffnen ließ. Meine Hände
zitterten jedoch so stark, dass es mir erst beim dritten Versuch
gelang, ihn zurückzuschieben. Die kühle Nachtluft wirkte befreiend.
Ich merkte, wie mein Atem ein wenig ruhiger, meine Gedanken klarer
wurden. Was blieb, war das Ziel: fort von hier. Ehrlich gesagt weiß
ich nicht mehr, wie es mir gelang, die äußere Schlosstreppe
hinabzukommen. Ich fand mich jedenfalls irgendwann in meinem Cabrio
wieder, das immer noch am Fuße der Freitreppe stand, und dankte im
Geiste dem Verkäufer, dem es gelungen war, mir die Version mit
Automatikgetriebe aufzuschwatzen. Mit meinem nun völlig steifen
linken Bein wäre es mir unmöglich gewesen, eine Kupplung zu
betätigen. Ich sauste mit Vollgas vom Hof, dass die Kiesbröckchen
nur so durch die Gegend flogen. Aus den Augenwinkeln sah ich im
Mondlicht die Gestalt der Alten vom Friedhof am Straßenrand, mit
Kittelschürze und Gummistiefeln. Sie winkte mir hinterher. Oder
schüttelte sie drohend die Faust?
2052
„So
ihr Lieben, nun aber genug Spukgeschichten erzählt. Slopentied.“
Ich drücke die beiden Mädchen an meinen dicken Busen und geleite
sie dann ins Bett. Dass ich mein linkes Bein noch ein bisschen
nachziehe, fällt kaum jemandem auf. Die Lähmung war zum Glück
nicht von Dauer. Ja, ich bin eine echte Bilderbuchgroßmutter
geworden. Mit großem Busen, großem Herz, ein bisschen füllig. Nur
meine linke Pobacke ist immer noch klein und knackig, wie bei einer
Fünfundzwanzigjährigen. Und eiskalt.
***
Hat Dir die Geschichte gefallen? Oder auch nicht? Und jetzt? Kommentare bitte!!!
Abonnieren
Posts (Atom)