Donnerstag, 13. März 2014

Als DANKESCHÖN "Nach(t)Sicht" GRATIS

Liebe Freunde und Leser, seit gestern hat meine Autorenseite auf Facebook über 300 "Follower". Es freut mich sehr, dass soviel Menschen, die ich größtenteils nur virtuell oder gar nicht kenne, meine Seite dort gefällt. Als Dankeschön und Anreiz für alle, meine Geschichten zu lesen, gibt es nun das E-Book "Nach(t)Sicht" für zwei Tage GRATIS.

--> "Nach(t)Sicht" GRATIS als E-Book bei amazon




Bitte nicht traurig sein, falls Ihr keinen Kindle-Reader besitzt. Man kann die Amazon E-Books auf jedem PC lesen! Das geht ganz einfach:

1. Gewünschtes E-Book bei amazon aufrufen (z.B. über den obenstehenden Link) ;-)


2. Auf den Link Kindle Lese-Apps klicken, in der Zeile über dem Preiskästchen


3. Auswählen, mit welchem Gerät Ihr lesen wollt - wie Ihr seht, geht es auch mit dem Smartphone, Tablet usw. Ich verfolge im Beispiel den Weg für PC. Ihr klickt also auf den Link mit dem Betriebssystem Eures PCs. z.B. Windows 7



4. jetzt nur noch auf "Jetzt herunterladen" drücken und im nächste Schritt festlegen, in welchem Ordner Eures PCs die Kindle-App gespeichert werden soll. Und dann kann es losgehen.



Viel Spaß beim Lesen meiner und vieler anderer E-Books! Wer mag, darf mir GERN seine Meinung zu meinen Geschichten schreiben. Entweder hier als Kommentar oder bei amazon als Rezension zum Buch. Danke! 

Liebe Grüße
Eure Jo

P.S. Falls Ihr meine Facebook Autorenseite noch nicht kennt, die findet Ihr hier:
--> Jo Jansen Autor auf Facebook

Montag, 17. Februar 2014

Der Brillenbaum

Es war einmal ein Dorf, in dessen Zentrum ein riesiger alter Baum stand. Seine Äste ragten bis in den Himmel. Große Luftwurzeln hingen herab und berührten die Erde. Der Baum war den Menschen heilig. Er schützte sie vor der sengenden Sonne. In seinem Schatten ruhten sie und fühlten sich hinterher entspannt und erfrischt. Aus seinen Luftwurzeln fertigten sie kunstvolle Brillengestelle. Diese bestückten sie mit farbigen Gläsern, die in den Familien von Generation zu Generation weiter gegeben wurden und trugen sie zum Schutz ihrer Augen vor der gleißenden Sonne.

»Sieh nie ohne Brille in die Welt!«, ermahnten die Menschen ihre Kinder. »Du würdest blind.« Ohne Brille glaubten sie sich verloren. Daher setzten sie diese selbst im Schatten des Baumes und in der Nacht nicht ab. 

Jede Familie besaß einmalige Brillengläser einer bestimmten Farbe. Die einen rote, die anderen blaue, die nächsten gelbe, wieder andere orange und so weiter. 

»Der Baum ist rot.«, sagten die Menschen, die rote Brillengläser trugen.
»Nein, der Baum ist blau«, widersprach die Familie der Blauen.
»Ihr irrt, der Baum ist gelb.« Milde lächelnd schüttelten die Gelben den Kopf.
»Ach, Ihr Narren! Seht Ihr denn nicht, dass der Baum orange ist?«, ereiferten sich die Orangen.

Von nun an diskutierten sie jedes Mal, wenn sie im Schatten des Baumes zusammensaßen. An Erfrischung oder Entspannung war nicht mehr zu denken, so sehr stritten sich. Wenn sie nicht unter dem Baum zusammensaßen, begannen die einzelnen Familien einander zu meiden. 
»Spielt nicht mit den Blauen, sie sind dumm«, wies die rote Mutter ihre Kinder an.
»Haltet Euch von den Orangen fern, sie neigen zur Gewalt«, trugen die gelben Eltern ihren Sprösslingen auf.  

In jeder Familie wuchsen der Stolz und das Bewusstsein, etwas Besonderes zu sein. Als Einzige die Wahrheit zu kennen. 
»Welch Glück, dass unsere Ahnen uns die richtigen Brillengläser vererbten.« 

Eines Tages geschah es, dass nach einem Unwetter die Steppe brannte und eine riesige Feuerwalze auf das Dorf und den Baum zuraste. 
»Wir müssen den Baum retten, sonst sind wir alle verloren!« Die Dorfbewohner griffen nach Spaten und Hacken und begannen in Windeseile eine Feuerschneise in den Boden zu graben. Von der Angst getrieben, ihren heiligen Baum zu verlieren, gaben alle ihr Möglichstes. Sie gruben und hackten. Selbst die kleinen Kinder schaufelten mit ihren Schipppchen. Immer wieder  warfen die Menschen ängstliche Blicke auf die heranrasende Feuerwalze. Würden sie es rechtzeitig schaffen? Der beißende Qualm des Flammenmeers erschwerte ihnen das Atmen. Der Ruß des Feuers ließ sich auf ihren Brillengläsern nieder, bis sie trüb und undurchsichtig waren.
»Wir müssen unseren Baum retten!«
»Ich kann nichts mehr sehen!« 
»Ist unser heiliger Baum noch da?«
So schrien sie aufgeregt durcheinander. 
»Nehmt Eure Brillen ab«, rief ein kleines Mädchen, »dann könnt ihr wieder sehen.«
In ihrer Verzweiflung taten sie es. Sie gruben mit neuem Mut und das Wunder geschah - die Schneise wurde rechtzeitig fertig.  Das Feuer konnte Dorf und Baum nicht erreichen. 

Glücklich und erschöpft versammelten sich die Menschen unter ihrem heiligen Baum, um ihm zu danken. Doch was war das?
»Der Baum hat ja bunte Blätter!«, riefen sie. 
»Seht nur - rote Blätter. Und blaue, gelbe, orange, grüne, violette ...«
»Wie wunderschön!« staunten sie.
Zum ersten Mal seit Langem saßen sie friedlich miteinander unter dem Baum und gingen später erfrischt und entspannt nach Hause. 

Am nächsten Morgen suchten sie die Brillen, die sie in der Eile des Kampfes gegen das Feuer fortgeworfen hatten. Alle sahen gleich aus - schwarz vor Ruß. So nahm jeder Dorfbewohner die erstbeste Brille, putzte sie vorsichtig und sah gespannt hindurch. 
»Interessant, einmal alles gelb zu sehen«, meinten die Einen.
»Wie lustig die Welt in Blau aussieht«, lachten andere.

Von diesem Tag an trafen sie sich jeden Abend unter dem Baum, nahmen ihre Brillen ab und tauschten sie mit dem Nachbarn. Jeder verstaute die ihm gereichte Brille vorsichtig in seiner Tasche, wo sie bis zum Sonnenaufgang am nächsten Tages blieb. 

Solange aber erfreuten sich die Dorfbewohner an der bunten Blättervielfalt ihres Baumes. 
© Jo Jansen 2014

Dienstag, 17. Dezember 2013

Omis Kekse

Die Entscheidung ist gefallen. Cover zwei mit der Schrift von Cover eins. ;-)
Und was hat das mit Omis Keksen zu tun? So heißt eine Geschichte in meinem Buch und ich weiß von mindestens zwei Leserinnen, dass sie die Kekse bereits nachgebacken haben! Wenn das meine Omi wüsste ... 


Witzig - das Buch kommt hier auf dem Foto viele blauer rüber, als es in Wirklichkeit ist. Überzeugt Euch doch selbst davon, wie es in der Realität aussieht. Ihr bekommt es als Taschenbuch hier:

--> "Nach(t)Klang" von Jo Jansen für 8,95 €

Dienstag, 26. November 2013

Entscheidung gefragt

Das zweite "Gute-Nacht-Geschichten"-Buch für Erwachsene ist fast fertig. Nun habe ich die Qual der Wahl, welches Cover das Buch bekommen soll. Momentan stehen zwei Varianten zur Auswahl:


















Die linke Variante erinnert mich persönlich irgendwie an diese Motivationskalenderfotos mit den optimistischen Sprüchen. Die rechte, mit den wärmeren Farben, bleibt in der Farbwahl der "Serie" treu, die ich mit "Nach(t)Sicht" begonnen habe. Hilfreiche Kommentare meiner lieben Leser sind sehr erwünscht und werden dankbar durchdacht. Versprochen! 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Tag des Verlesens

Hiermit erkläre ich den heutigen Tag zum Tag des Verlesens! Wahrscheinlich hat irgendjemand bereits heimlich festgelegt, dass wir uns heute immer wieder zu verlesen haben. Anders kann ich mir folgende Verleser nicht erklären:

1. Da bot ein Verlag Rezessionsexemplare an und ich wollte tatsächlich eines der Bücher haben. Hm, ... hätte ich es dann rezessieren müssen? Und wenn ja, wie geht das? 

2. Danach schrieb ich Autorin A, dass ich mich auf ihre Geschichte in einer von ihr beworbenen Anthologie freue. Sie klärte mich auf, dass sie doch nur den Link von Autorin B (der wirklichen Autorin) geteilt hätte.

3. Und zu guter Letzt wollte die Süddeutsche Zeitung mir tatsächlich weismachen, dass Schokobilder auf Zigarettenpackungen künftig Pflicht werden! Ähm, wie? Erst Zigarette und dann ein Stück Schokolade? Ach nein, da steht ja Schockbilder! 

Was waren Eure lustigsten Verleser? Vielleicht ja sogar heute, am Tag des Verlesens ...

Montag, 16. September 2013

Advent, Advent ...

Nein, ich habe mir nicht von den Lebkuchen im Supermarkt einreden lassen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Trotzdem klopft da schon jemand ganz leise ;-)

In diesem Jahr gibt es einen ganz besonderen Adventskalender, den 40 Frauen der Gruppe "DWW" hergestellt haben. Wir verdienen NICHTS daran, der Erlös geht komplett an das Kinderheim Pauline von Mallinckrodt. Mehr über das Projekt erfahrt Ihr hier:

--> Mission ADVENTSKALENDER der DWW

Von mir ist auch etwas im Adventskalender versteckt. Ich verrate nur so viel: es ist spannend und zum Lesen.


Darum - überlegt doch bitte jetzt schon, wem aus Eurer Familie oder von Euren Freunden, Kollegen,  Kunden, Nachbarn ... ihr zum Advent eine Freude machen möchtet. Und bestellt den Kalender möglichst bald, solange noch welche da sind. 

--> Angebotsformular

Wer möchte, kann auch über mich bestellen. Ich fahre im Oktober nach Frankfurt und bringe die Kalender dann mit. Stückpreis 9 €. 

Donnerstag, 29. August 2013

Retterin

Und hier die gleiche Geschichte wie auf meinem lieselotte-Blog als "Drabble des Tages". Ich bin gespannt, welche Version Euch besser gefällt. ;-)

Retterin

Heute habe ich es wieder getan. Zum ersten, aber gewiss nicht zum letzen Mal in diesem Sommer. Wie beinahe jeden Tag, bin ich über die Wiesen spaziert, und da lagen sie. Unschuldig wie übermütige Kinder waren sie vom Baum gestürzt. Hatten sich ein paar Stellen angeschlagen und lagen nun reglos im Gras. Niemand hörte ihre stummen Hilferufe. Einzig die brummenden, summenden, krabbelnden und kriechenden kleinen Monster lauerten schon, um an ihnen zu nagen oder Löcher in sie hineinzubeißen.

Ich rettete sie vorsichtig in meine Umhängetasche und trug sie nach Hause, wo sie mir den Abend versüßen werden. Die leckeren Äpfel.

© Jo Jansen 2013