Mittwoch, 21. Dezember 2022

Blutprobe

Blutige, ausschließlich linke Fußabdrücke zogen sich von der Dusche bis zum Handtuchhalter. Auf den beige melierten Sandsteinfliesen wirkten die roten Fußspuren filigran, wie kunstvoll drapierte, zarte Stempelabdrücke. Die Spur verlor sich in dem ehemals weißen Frotteetuch, das ich achtlos vor dem Handtuchhalter auf den Boden geworfen hatte. Jetzt wirkte das Duschtuch surreal, wie ein falschfarbener Fliegenpilz – weiß mit roten Punkten. Ich schaute an mir hinab zur linken Achillessehne, von der ein rotes Rinnsal auf den Boden lief. Darüber glänzte babyzart die Haut meiner frisch rasierten Waden. Der neue Damenrasierer hatte ganze Arbeit geleistet. Völlig schmerzfrei, wie die Werbung versprochen hatte. 

©Jo Jansen 20221221


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 




Sonntag, 20. November 2022

Ans Licht

Im dunklen Keller Deiner Seele hockt sie, zusammengekauert wie ein verängstigtes Kind. Sie ruft nach Dir, will wahrgenommen werden. Wie den Strahl einer starken Taschenlampe richtest Du Deinen Fokus auf sie. Der helle Lichtschein wirft ihren Schatten an die Wand im Hintergrund. Riesengroß, ein gefährliches, tanzendes Monster, das Dich zu verschlingen droht. Löse Deinen Blick vom flackernden Schatten. Er ist nicht real. Konzentriere Dich auf die am Boden kauernde kleine Gestalt. Reiche ihr Deine Hand. Nimm sie mit hinaus ins wärmende Sonnenlicht. Vertraue auf Dich. Und aus der kleinen Angst wächst eine große Achtsamkeit gegenüber Dir selbst und Deinen Mitmenschen.




©Jo Jansen 20221120


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 

Montag, 13. September 2021

Hundeglück

Das Bellen des Nachbarshundes fraß sich immer tiefer in meine Gedanken. So konnte ich nicht arbeiten. Zwei Textnachrichten später wusste ich, dass der Besitzer den Tag über unterwegs war, der Hund auf dem Grundstück allein, aber eine andere Nachbarin um 13 Uhr mit ihm spazieren gehen würde. Jetzt war es dreiviertel zehn! Um nicht drei Stunden Hundegebell zu ertragen, ließ ich mir vom Besitzer die Erlaubnis geben und ging mit dem Hund eine lange Runde spazieren. Der Hund war glücklich. Bis ich ihn zurück in Nachbars Garten brachte. Nun bellt er wieder. Hundeglück liegt im Augenblick, nicht davor oder danach.*


©Jo Jansen 20210913


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 


Mittwoch, 24. Februar 2021

Liebeskrank

Ich verstehe, dass du Sehnsucht hast. Der Frühling mit seiner sonnigen Wärme weckt nicht nur die Blümchen, sondern auch die Gefühle in dir und mir. Während ich mir sicher bin, meine große Liebe längst gefunden zu haben, bist du weiterhin und immer wieder auf der Suche. Ich akzeptiere das und wünsche dir Glück. Allerdings fände ich es sehr freundlich, wenn du dabei auf mich und mein Schlafbedürfnis Rücksicht nehmen würdest. Bist du sicher, dass es der richtige Weg ist, mitten in der Nacht nach einer neuen Geliebten zu rufen? Lautstark? Eine halbe Stunde lang? Geht das wirklich nicht anders, Fuchs?




©Jo Jansen 20210224


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 


Donnerstag, 21. Januar 2021

Schrödingers Maus

Aus aktuellem Anlass - Mäuse am Katzenfutter auf unserer Terrasse - hier eine Warnung. Die Mäuse unterstützen die Katzen darin, die Weltherrschaft zu übernehmen. Glaubt Ihr nicht? Dann lest nachfolgendes Drabble* Darunter habe ich einen Artikel der Berliner Zeitung verlinkt, der die Gefahr bestätigt. 

Die Nahrungskette ist klar definiert: Mensch füttert Katze, Katze frisst Maus. Niemals umgekehrt. Sowohl Größenunterschied als auch Lebensweise verhindern dies. Doch still und heimlich rächen sich die Hinterbliebenen der zahllosen Gefressenen an ihren Feinden, die zunächst unbesiegbar scheinen. Wenn beispielsweise die todesmutige Maus an den Fressnapf der Katze schleicht, sich satt frisst und anschließend von der Katze gefressen wird. Vorher hat das Mäuschen jedoch zwischen den Trockenfutterbröckchen im Katzennapf kleine Köddel hinterlassen. Die Maus trug das Bornavirus in sich, das nun die Katze auf ihren „Dosenöffner“ überträgt. Der daran sterben kann. Ermordet von einer Maus, die längst schon tot ist. 


©Jo Jansen 20210121


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 


https://www.berliner-zeitung.de/news/borna-viren-sieben-von-acht-gestorbenen-hatten-eine-katze-li.121382







Mittwoch, 2. Dezember 2020

Small Talk

Er stand lächelnd an der Straßenecke, als würde er auf mich warten. Dunkle Augen leuchteten unter dem Hut hervor, den er ein wenig schief aufgesetzt hatte. Der eisige Wind und der Schneeregen schienen ihm nichts auszumachen.
"Ich bin Knut", stellte er sich vor und ich grinste. Knut mit Hut, dachte ich. Wir unterhielten uns, als würden wir uns schon lange kennen.
"Ich muss los", sagte ich irgendwann, denn ich fror.
"Komm morgen wieder", bat er, blinzelte mir zu, und ich nickte.
Am nächsten Morgen schien die Sonne. Knut war fort. Nur sein Hut lag an der Straßenecke in einer Pfütze. 

©Jo Jansen 20201202


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 




Mittwoch, 18. November 2020

Spielverderber

Aktuell bekam ich mehrfach einen hübsch aufgemachten Kettenbrief, den man sechs Freundinnen weiterleiten soll. Ein bisschen Weihnachtsglitzer und emotional klingende Worte fordern dazu auf, einer bestimmte Person, geheime Schwester genannt, ein Weihnachtsgeschenk zu schicken. Für diesen wahrlich geringen Einsatz bekäme man demnächst sechs bis sechsunddreißig Geschenke von anderen geheimen Schwestern. Ich reagierte wie immer bei Kettenbriefen und wies die Absenderinnen auf das rein mathematisch nicht funktionierende Schneeballsystem hin. Zum „Dank“ wurde ich als Spielverderberin bezeichnet, die anderen die Freude nimmt und Schuld hätte, dass solche schönen Aktionen nicht funktionierten. Wer das tatsächlich glaubt, sollte Weizenkornlegende googeln. Ansonsten: Mathematik – Setzen, Sechs!* 


©Jo Jansen 20201118


*Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) 





Donnerstag, 1. Oktober 2020

Klingeling

Wenn Radfahrer und Wanderer sich einen Weg teilen, wird es manchmal eng. Darum klingele ich, während ich mich radfahrend Fußgängern nähere, die vor mir laufen. Damit sie nicht im letzten Moment vor Schreck einen Schritt zur Seite springen, genau vor mein Rad. Manche Spaziergänger missverstehen mich und reagieren aggressiv. Von bewusstem sich in den Weg stellen bis in meine Richtung ausgestreckte Walkingstöcke, habe ich schon alles erlebt. 


Dies ist ein Drabble* und es benötigt eine Pointe. Sie wird kommen, wenn ein Radfahrer dich anlächelt, weil du sein Klingeln richtig verstanden hast – als vorsichtige Warnung, um dich nicht zu verletzen. Danke.


© Jo Jansen 2020



Freitag, 7. August 2020

Es ist an der Zeit ...

 ... wieder offline zu gehen. In den letzten Jahren habe ich mich jeweils im August und bis in den September hinein aus den sozialen Netzwerken zurückgezogen. Was beim ersten Mal eher ein Experiment war, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Bedürfnis. So gern ich mit lieben Menschen über Facebook, Instagram & Co. kommuniziere, so müde bin ich es, mit dummen Menschen zu diskutieren. Sicher ist dumm in diesem Falle relativ, denn manche dieser Leute haben nicht nur studiert, sondern scheinbar auch die Weisheit mit Löffeln gefressen. Nur sie kennen die echte Wahrheit. Ging es im letzten Jahr hauptsächlich um den (nicht vorhandenen!) Klimawandel, so ist es 2020 Covid-19, das die Gesellschaft spaltet. "Millionen" Menschen verkündeten am vergangenen Samstag in Berlin das Ende der Pandemie. Deswegen konnten sie die geltenden Hygieneregeln ja auch ignorieren. Interessant finde ich, dass es sich 2019 und 2020 um dieselben "Erwachten", die einzig wahren Quellen kennenden Menschen handelt, die uns von den Mainstream-Medien gehirngewaschenen Schlafschafen die Welt erklären wollen. 

Während ich mich also weiter zu den Schlafschafen zähle, da ich immer noch freiwillig und aus Überzeugung eine Maske trage, wo Mindestabstand nicht möglich ist, steigen die Zahlen der Neuinfektionen. In Mecklenburg-Vorpommern schließen nur fünf Tage nach Beginn des neuen Schuljahres zwei Schulen wegen Covid-19 infizierter Schüler. 

Es ist Sommer, und da fallen mir viele Dinge ein, die schöner, interessanter und beglückender sind, als mich mit sinnlosen Diskussionen und dem Lesen abstruser Verschwörungstheorien herumzuschlagen. In diesem Sinne, genießt den Sommer - mit Mindestabstand - bleibt gesund und irgendwann im Herbst sehen bzw. lesen wir uns vielleicht wieder. 



Dienstag, 12. Mai 2020

Stachelbeeren

Der kleine Stachelbeerstrauch trägt zum ersten Mal Früchte. Nicht viele, aber sie sind groß und saftig und glänzen grün mit einem leichten goldenen Schimmer in der Sonne.
„Was wirst du damit tun?“, fragt meine beste Freundin.
„Ich warte noch ein wenig, bis sie reif sind. Dann werde ich sie pflücken und einen leckeren Stachelbeersaft daraus kochen. Du erinnerst dich? Mein Exmann liebt Stachelbeersaft.“
Die Freundin nickt. Natürlich, sie kennt mich seit der Schulzeit.
„Mit dem Fläschchen Saft werde ich zu meinem Ex fahren und es ihm überreichen. Und mich bei ihm bedanken für die wunderschönen letzten zehn Jahre ohne ihn.“

©Jo Jansen 20200512

Das ist wieder ein Drabble (exakt 100 Worte, ohne Mitrechnung der Überschrift.) Ich habe die Geschichte tatsächlich geträumt, heute früh direkt vor dem Aufwachen. Darum konnte ich mich noch daran erinnern und sie aufschreiben. Nur zwei Dinge stimmen nicht mit der Realität überein:
1. Ich habe keine Ahnung, ob mein Exmann Stachelbeersaft liebt.
2. Ich würde unsere wenigen Stachelbeeren an den neu gesetzten Büschen nicht mit ihm teilen. 




Mittwoch, 25. März 2020

"Sturmfrei" (1) von Jo Jansen

„Essen ist im Kühlschrank.“
„Ja, Mutter. Danke Mutter. Gute Reise.“
„Und mach keine Dummheiten.“
„Nein Mutter.“
Bei den letzten zwei Worten kreuzte er heimlich die Finger der rechten Hand hinter seinem Rücken. Mit der Linken winkte er, bis das Taxi um die Ecke bog. 
Sturmfrei! 
Das zweite Mal in fünfunddreißig Jahren. Beim ersten Mal war er vierzehn gewesen und Christa, Mutters Cousine, sollte für drei Tage hier einziehen, während Mutter im Krankenhaus wegen einer falschen Lungenentzündung behandelt wurde. Die ganze Geschichte war ziemlich mysteriös und Lukas hatte sie bis heute nicht verstanden. Denn der Nachbar, der angeblich schuld an Mutters Leiden war, hatte nicht ins Krankenhaus gemusst. Stattdessen wurde zeitgleich mit Mutter ihre Cousine Christa dort eingeliefert, weil sie auf der Straße von Stetten hinunter ins Donautal einem auf der Straße liegenden großen Stein ausgewichen war und einen entgegenkommenden PKW gestreift hatte. Lukas hatte drei Abende lang mit den anderen Jugendlichen aus Inzigkofen am Sportplatz abgehangen, wie sie es nannten, sich nur von Döner, Pizza, Cola und Red Bull ernährt und die ganze Nacht hindurch Siedler III gespielt. Geile Zeit! Er dachte immer noch gern daran zurück.

Seit Mutter angedeutet hatte, dass sie überlegte, zum goldenen Klassentreffen, wie sie es nannte, zu fahren, war in Lukas‘ Kopf ein Plan gereift. Bis zuletzt war er nicht sicher gewesen, ob sie die Reise nach Bremen wirklich antreten würde. Doch die Neugier, was aus ihren alten Klassenkameradinnen der katholischen Mädchenschule geworden sein mochte, war größer gewesen als ihre Angst, Sohn und Kater für drei Tage allein zu lassen. 

Lukas wartete eine Stunde, bis er ganz sicher war, dass sie in Sigmaringen nicht den Zug verpasst hatte und deshalb wieder zurückkam. Die Zeit vertrieb er sich damit, den Kater zu ärgern. Jedes Mal, wenn dieser sich dem mit Lachspastete in delikater Sauce gefüllten Futternapf näherte, bekam er einen Strahl aus der Wasserspritzpistole ab. Das Tier war so dumm, es immer wieder zu versuchen, bis sein Fell klitschnass war und der Tank der Spritzpistole leer. Lukas nahm den gefüllten Napf und stellte ihn in den Kühlschrank. Der Kater verzog sich beleidigt mauzend nach draußen, wo er begann, sein Fell zu putzen. Lukas überlegte kurz, ihm zu folgen und das Spiel mit dem Gartenschlauch fortzusetzen. Aber ein leichter Schneeregen, der von eisigem Wind begleitet wurde, hielt ihn davon ab. Stattdessen fläzte er sich in den guten Sessel, der sonst Mutter vorbehalten war, und zappte sich durch das Fernsehprogramm. Zwischen Trickfilmchen und belanglosem Talk am Mittag schaute er immer wieder auf die Wanduhr. Jetzt war Mutter eine Stunde fort! Er sprang aus dem Sessel, zog seine warmen Winterschuhe an, griff Jacke und Schlüsselbund und ging fröhlich pfeifend hinüber in die Garage. In Mutters silbergrauem Opel Astra hatte er noch nie ganz allein gesessen. Meist fuhr sie ihn, und Lukas saß auf dem Beifahrersitz. Oder hinten, wenn Christa dabei war. 

Heute gehörte das Auto ihm! Der Schneeregen hatte nachgelassen, der eisige Wind war geblieben. Lukas war das egal. Er fuhr mit heruntergelassenem Seitenfenster, sodass er lässig den linken Ellenbogen aus dem Fenster halten konnte. Das hatte er schon oft im Film gesehen und fand, dass es total cool aussah. In dieser Haltung bog er In den Käppeleswiesen in Sigmaringen ein. Er hatte Glück, nur ein Auto stand vor ihm am Drive-in-Schalter. Lukas bestellte sich das Family Party Happy Meal mit dem Ion Thrasher. Ja, das war ein Auto! Aber egal, für das, was er heute vorhatte, würde Mutters Astra genügen. Während er auf der Schnellstraße Richtung Norden fuhr, stopfte er sich abwechselnd Pommes in den Mund und nahm einen Schluck von seinem Milchshake. Ein Kartoffelstift haftete am anderen, löste sich auf dem Weg zum Mund und fiel auf seine braune Stoffhose, wo er einen hellen Mayonnaisefleck hinterließ. Lukas fluchte leise vor sich hin. Mutter würde schimpfen und eine Erklärung verlangen, wenn sie den Fleck sah. Zum Glück hatte er seine guten Sachen dabei, denn für das, was er vorhatte, wollte er sich später umziehen. Albstadt Ebingen kam in Sicht. Lukas wischte sich die fettigen Hände an der Hose ab. Nun war es egal. Er bog in die Sigmaringer Straße ein und hielt kurze Zeit später vor dem Laden mit dem auffälligen roten Design und der weißen Schrift darauf. Er spürte ein elektrisierendes Kribbeln unterhalb des Bauchnabels. Vorfreude. 

Als er den Laden betrat, fühlte er sich zurückversetzt in seine Kindheit. Eine Erinnerung schoss in ihm hoch. Er war sieben Jahre alt gewesen, als sein Vater ihn ins Kaufhaus Schleehauff neben dem Sigmaringer Rathaus mitgenommen hatte. Sie gingen gemeinsam in die oberste Etage, wo sich die Spielwarenabteilung befand. Dort zog Vater einen Hundertmarkschein aus der Brieftasche, die nach Leder roch, ein Geruch, den Lukas noch heute mit ihm in Verbindung brachte. „Such dir aus, was du haben magst, mein Sohn“, sagte er. Er hatte Lukas vorher nie mit mein Sohn angesprochen. Und danach auch nicht. Lukas erinnerte sich noch gut an das Gefühl, all die Schätze vor sich zu sehen. Und wählen zu müssen. Denn, egal, wofür er sich entschied, es war eine Entscheidung gegen alles andere, was er nicht kaufen konnte. Damals war er mit der Piratenburg von Lego und einem Transformer aus dem Laden gegangen. In das Glück über den Kauf mischte sich das Bedauern, die blaue Lego-Unterwasserwelt zurückgelassen zu haben. Allerdings hatte die mit der Erinnerung verbundene Traurigkeit, die er heute noch wie schmerzhafte Stiche spürte, nichts mit den Legobaukästen zu tun. Sondern damit, dass Vater am nächsten Morgen ausgezogen war, samt seinem wohlvertrauten Ledergeruch, und nie zurückkehrte. 

„Hey, ich bin Sandra, kann ich Ihnen helfen?“ Lukas schreckte aus seinen Gedanken. Eine junge Frau lächelte ihn freundlich an. Sie hatte schwarze Rastazöpfe und trug ein enges, kurzes rotes Kleid, das ihre perfekte Figur betonte. Ihre schokoladenbraune Haut schimmerte samtig. Sie war wunderschön. Lukas konnte seinen Blick nicht von ihr lösen. Er spürte, wie er errötete, und er begann zu stammeln:
„Ähm, also, ich ...“
„Wenn Sie das erste Mal bei uns sind, gebe ich Ihnen gern einen kurzen Überblick über unser Angebot“, schlug Sandra vor. „Bitte folgen Sie mir einfach.“
Lukas nickte stumm und stolperte hinter ihr her. Das Blut rauschte in seinen Ohren, sodass es ihm schwerfiel, sich auf ihre Worte zu konzentrieren, mit denen sie ihn auf die verschiedenen Abteilungen und Angebote des Ladens hinwies. Stattdessen hing sein Blick an ihrem Po, der sich unter dem Kleid abzeichnete.
„...legen darf?“ Sie war stehengeblieben, hatte sich zu ihm umgedreht und sah ihn erwartungsvoll an.
„Wie bitte?“ 
„Ob ich das Superrabattangebot der Woche für Sie schon mal an der Kasse hinterlegen darf“, wiederholte Sandra mit sanfter Stimme. 
„Ähm ja, klar gern.“ Lukas versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Er wusste genau, warum er hier war. „Und dann hätte ich gern noch ...“ Seine Stimme wurde mit jedem Wort leiser. 
„Ja ...?“ Sandra sah ihn abwartend an. 
Lukas blickte sich verstohlen im Laden um. Am Regal hinter ihm stand ein junges Pärchen, beide Anfang zwanzig, die kichernd verschiedenes Spielzeug in die Hand nahmen. Lukas trat näher an Sandra heran und flüsterte ihr etwas ins Ohr, wobei er merkte, wie ihm das Blut in den Kopf schoss. Und nicht nur da hin. Auch seine Hose schien plötzlich enger zu werden.
„... wie ich?“ Sandra sah ihn überrascht an. Ihre Augen funkelten. Hoffentlich begann sie nicht, ihn auszulachen. 
„Alles klar, ich vestehe“, sagte sie, mit heiterer Leichtigkeit in der Stimme. „Bitte kommen Sie mit.“ Sie schritt zu einem Regal auf der linken Seite des Raumes und griff nach einer buntbedruckten Pappschachtel. „African Queen“ las Lukas über dem Foto, das zwar nicht Sandra ähnlichsah, aber zumindest eine ebenso dunkle Schönheit zeigte. Mit vor Aufregung feuchten Händen griff Lukas nach dem Karton und drückte ihn an seine Brust. 
„Ist für neunundzwanzig fünfundneunzig im Angebot“, sagte Sandra. „Haben Sie sonst noch einen Wunsch?“ 
Lukas nickte. Die Pappschachtel vor seinem Körper fühlte sich an, wie ein Schild, welches ihm Sicherheit gab und Mut. Er deutete mit der rechten Hand auf Sandras rotes Kleid. 
„So ein Kleid. In ihrer Größe.“ Er senkte den Blick auf den Karton vor seiner Brust. 

Wenig später verließ Lukas den Laden mit einer großen Tüte. Auf dem Kassenzettel stand der Betrag von 98,50 Euro. Er hatte Sandra einen Hunderter über den Tresen geschoben und „Stimmt so“ gesagt. Und dabei fiel ihm wieder die Sache mit seinem Vater ein, obwohl er jetzt gar nicht daran denken wollte. Lukas atmete tief durch, bevor er in Mutters Opel stieg. Der erste Schritt war getan. 

©Jo Jansen 20200325

Dienstag, 15. Oktober 2019

Der Eisbär


Das Fell des alten Eisbären war vergilbt und glanzlos. Wozu sollte er sich noch putzen? Die Weibchen himmelten den Neuen an, der ins Gehege gekommen war, und auch die größten Fische bekam. Der Alte sah hinüber zum Braunbärengehege, wo ein einsames dunkles Weibchen von den Kindern als Teddy bejubelt wurde. Ja, das wäre eine Alternative! Er würde ein Braunbär werden! Tagelang sammelte der alte Eisbär seine großen Haufen in einer stillen Ecke. Dann regnete es und er wälzte sich in der Pampe, bis er ganz braun war. Doch nun war er weder Eisbär noch Braunbär, sondern einfach nur ein Scheißbär. 


© Jo Jansen 2019
(Auch das ist wieder ein Drabble) 


Donnerstag, 10. Oktober 2019

Schwarz-weiß

Schwarze Katzen sind besonders. Man sagt ihnen magische Kräfte nach. Darum werden Hexen häufig mit einer schwarzen Katze dargestellt. Auch unter ihren mauzenden Artgenossen scheinen die Schwarzen eine besondere Stellung einzunehmen. Lily braucht nur auf der Straße stehenzubleiben und zu gucken, schon schleicht der Nachbarskater langsam rückwärts auf sein Gehöft zurück. Selbst große Hunde wechseln die Straßenseite, wenn Lily bei uns auf der Mauer hockt. 

Und dann gibt es weiße Katzen. Als Lily das erste Mal eine erblickte, sprang sie mit allen vier Beinen gleichzeitig rückwärts, wobei ihr sämtliche Haare zu Berge standen. 

Für schwarze Katzen sind Weiße die Schwarzen. 

©Jo Jansen 2019 

(Das ist ein Drabble, bestehend aus genau 100 Wörtern, die Überschrift nicht mitgerechnet. Auch zur Erinnerung an 50 Jahre Monty Python, die als Erfinder des Drabble gelten.)


Dienstag, 30. Juli 2019

Sendepause


Es ist schon fast wieder so weit - im August ist bei mir traditionell Sendepause. Ich werde mich aus Facebook, Instagram, Twitter usw. zurückziehen. Noch nie habe ich mich auf diese virtuelle Auszeit so gefreut wie in diesem Jahr. Ich bin müde. Müde all der Diskussionen, die ich führte  in der Hoffnung, dass die Menschen nachdenken mögen. Lesen, sich informieren, auf das eigene Herz hören. Nicht Parolen nachplappern, nicht Hassbotschaften verbreiten, nicht alternativen Fakten Glauben schenken, nicht denen die Schuld geben, die anders sind, weil man dann bei sich selbst nichts ändern muss. Erst recht, wenn blau angemaltes braunes Gedankengut das neue Heil bringen soll. Egal ob Weißer oder Schwarzer, Hetero oder Homo, Moslem oder Christ, Veganer, Brillenträger, Hundehalter, Apperitivallergiker oder Socken-in-Sandalen-Träger - es gibt in all diesen Gruppen herzensgute Menschen und A...löcher. Und trotzdem gebe ich Max Planck nur teilweise recht, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass Menschen sich ändern können. Aus Saulus wurde ein Paulus, und vielleicht schlägt tief drin in einem brauen A...loch doch ein rotes Herz.
Habt einen schönen August. Draußen, im Wald, in den Bergen, auf der Wiese, am Meer oder am See. Offline, aber die Augen und das Herz weit geöffnet. 



Montag, 6. Mai 2019

... von der Rika einen Gruß

Sonntagmittag. Die Sonne scheint, Vögel zwitschern, es duftet nach Frühling auf dieser bunten Blumenwiese. Tante Thea ist schon am Freitag angekommen und erwartet mich mit einer Tüte leckerer Hundekekse. „Da bist du ja wieder“, sagt sie. Bevor ich mich für die wirklich köstlichen Kekse bedanken kann, kommen Alex, der hübsche Terrierrüde, und Daifuku, der kleine Chihuahua angesprungen. Daifuku, das heißt große Freude, und er macht seinem Namen alle Ehre. Der kleine Hund wedelt mit dem Schwanz, hüpft voller Vorfreude im Kreis und ruft: „Lasst uns Ballis jagen!“ Ein wohlbekanntes leises Pfeifen verkündet, dass tatsächlich jemand so ein Balli an der Schnur geworfen hat. Ich sehe es genau, leuchtend gelb kommt es von links herangeflogen. Alex und der kleine Daifuku haben keine Chance. Sofort springe ich hoch in die Luft, dass meine Ohren flattern, und schnappe mir die Beute. Noch zweimal pfeift es, und schon haben auch Alex und Daifuku ein Balli gefangen. Von allen Seiten kommen Hunde gelaufen. Ich erkenne Sam und Samantha, Lina, Leja, Olli, Tobi, Bonny, Cessi, Nora, Bessi, Quinn, Balou, Cora und Lady. Immer wieder fliegen Ballis durch die Frühlingsluft, bis jeder Hund eines gefangen hat. Jetzt sehe ich mir den Werfer genauer an und weiß sofort, es ist Lee Dorman, der Bassgitarrist von Iron Butterfly. „Hey Rika, nice to meet you“, ruft er und winkt mit seinem Basecap. Er kannte mich bisher nur von den Fotos, die Jo ihm bei ihrem Treffen gezeigt hatte. Neben ihm steht, an einem kleinen Tisch, Leonhard Cohen, in schwarzem Anzug, Hemd und Krawatte. Er gießt Wasser aus einer Karaffe in ein Glas, und da ist es roter Wein. Während ich noch denke, dass ich keinen Wein mag, gießt Leonhard den Wein in eine flache Schüssel und es ist wieder Wasser, das er mir zum Trinken hinhält. Es schmeckt himmlisch. 

Die lieblichen Töne einer Okarina klingen an mein Hundeohr. Yamamotosan, mit der gemeinsam ich den Gletscher am Jungfraujoch besuchte, spielt auf ihrer Lieblingsflöte. Nun hat Lee seine Gitarre in der Hand und begleitet sie. Die Melodie kenn ich doch! 
„In Rixdorf ist Musike, Musike, Musike,
da tanzen Franz und Rieke,
in Rixdorf bei Berlin ...“

David Bowie steht vor mir, deutet eine Verbeugung an. Er trägt lustige Schlaghosen, deren Hosenbeine unten so weit sind, dass ich mich darin verstecken könnte. Die Idee hat schon vor mir jemand gehabt, denn aus dem linken Hosenbein schießt plötzlich Flocki hervor, ein schwarzer Kleinpudel. Er flitzt über die Wiese, auf Sigi zu, die  gerade fröhlich winkend in rosa Flauschpantöffelchen und mit pinkfarbenem Glitzer im Haar angetippelt kommt. Sie lacht ihr unnachahmliches Sigi-Lachen, hockt sich hin, breitet die Arme aus, an denen Reifen in allen Farben des Regenbogens leise klappern, und Flocki springt  freudig bellend in ihren Schoß. Nachdem der kleine Pudel sein Frauchen mit liebevollen Hundeküssen begrüßt hat, rennt er weiter zu Tante Thea, die immer noch fleißig Hundekekse verteilt. Ich weiß, dass David Bowie Berlin ebenso sehr liebt wie ich. Darum stelle ich mich auf die Hinterbeine, David fasst meine Vorderpfoten und wir tanzen eine flotte Polka „... in Rixdorf bei Berlin. Jawoll!“ Tanzend nähern wir uns einem uralten Apfelbaum, der über und über mit duftenden weißrosa Blüten geschmückt ist. An einem starken Ast hängt eine Schaukel, darauf sitzt Omi Liselotte und baumelt vergnügt mit den Beinen. Sie zwinkert Opa Willi zu, dessen dunkle lange Hose von farblich passenden Hosenträgern gehalten wird, und der im Schatten des Apfelbaumes Kniebeugen macht. Lily, die schwarze Katze, schaut ihm aufmerksam zu. Neben ihr hocken ganz entspannt drei Mäuse, wohl wissend, dass hier niemand mehr gejagt wird. Auch nicht von der ehemaligen Meisterin der Mäusejagd.

Eine Frau kommt langsam den Hügel herauf. Ihr Haar schimmert in der Sonne im gleichen Braunton wie die Mähne des edlen Pferdes, das sie begleitet. Lächelnd beugt die Frau sich zu mir herab und fragt mit erstaunlich tiefer Reibeisenstimme: "Weißt Du, wo ich hier das Wetter machen kann?" Bevor ich antworten kann, tritt David Bowie hinzu, ergreift Susannes Hand und flüstert ihr ins Ohr "Um das Wetter kümmern wir uns später. Let's dance ...!"

Ich laufe zu Omi Liselotte und lege ihr meinen Kopf aufs Knie. Sie streichelt mich hinter den Ohren, so wie ich es am liebsten mag. Dann flüstert sie: „Und, hast du ihr gesagt, dass ich dich geschickt hatte, um ganz lieb zu ihr zu sein?“
„Das brauchte ich nicht“, antworte ich. „Deine Enkelin hat es von selbst gespürt.“
Omi Liselotte nickt zufrieden. „Und wer zeigt es ihr jetzt?“
„Kater Frodo hat diese Aufgabe von mir übernommen.“
„Sehr gut. Dann weiß sie ja, wie lieb ich sie habe.“
Alan Rickman, der ebenfalls im Schatten des Baumes sitzt, scheint unser Gespräch belauscht zu haben.
„After all this Time?“, fragt er. (Nach all der Zeit?)
„Always.“, antwortet die Omi. (Immer.)




Mittwoch, 27. März 2019

Zeitumstellung? Wenn, dann richtig!


Am 31. März werden die Uhren wieder auf Sommerzeit vorgestellt. Bei uns ist das gerade ein Thema, bei dem wir nicht wissen, ob wir lachen oder weinen sollen. Ich bin mir sicher, letztes Jahr hieß es, dass im März 2019 letztmalig umgestellt wird (oder auch nicht) und dann alles so bleibt, für immer. So schnell war man in der EU aber wohl nicht mit der Festlegung, da ja jedes Land für sich entscheiden darf, ob es dauerhaft die Sommerzeit oder die Normalzeit haben möchte. Darum geht das Hin und Her noch zwei volle Jahre so weiter. 
"Macht doch nix, zu Großbritannien und Griechenland haben wir auch immer einen Zeitunterschied", las ich heute als Kommentar.

Heftiger Einspruch dazu: Wenn jetzt Großbritannien einen Zeitunterschied hat, stört das nur wenige, direkt Betroffene. Da die Briten eh aus der EU raus wollen, sei ihnen die eigene Zeit gegönnt. 😉 ABER: Dreiländerecks wie D/A/CH oder D/F/CH oder D/BEL/NL usw. ... da gäbe es ein kleines Chaos, wenn man bei jeder Überschreitung der abgeschafften Grenzen die Uhr vor oder zurückstellen müsste. Wenn schon, dann bitte richtiges Chaos: Also, alle Länder - auch die Bundesländer - haben das Recht auf eine eigene Uhrzeit! Zum Beispiel Schleswig Holstein Sommerzeit, Mecklenburg Normalzeit usw. Das wird lustig. Erst recht, wenn "quasi-Länder" wie das Sauerland oder das Schwabenländle ebenfalls ihre eigene Zeit fordern. 🤣

Dienstag, 25. September 2018

Streicheln geht immer

Nach dem Offlinemonat August bin ich nun schon eine paar Tage wieder voll dabei. Online. Die Pause tat gut, der Kopf wurde klarer und ist voller neuer Ideen. Gerade dachte ich, dass ich mich am liebsten klonen würde: eine Jo fürs Schreiben und eine Uta für Haus und Garten. Erst recht, wenn am Wochenende die Schwiegereltern kommen ... Aber das ist eine andere Geschichte. Für Euch habe ich heute ein Drabble* mitgebracht:

Streicheln geht immer

Mittagessen im Freiraum. Urgemütlich. Häkeldeckchen, echte Blumen, kleine, feine Tageskarte. Gäste reden miteinander, egal, ob sie sich kennen oder nicht. Am Nachbartisch drei ältere Damen, hübsch zurechtgemacht mit Halsschmuck und frisiertem Haar. Meine Hündin liegt neben meinem Stuhl auf dem Boden. Eine junge Frau kommt herein und fragt, ob sie den Hund streicheln darf. Auf meine Zustimmung hin beginnt sie ein liebevoll kraulendes Verwöhnprogramm. Die Hündin genießt es. Ich bedanke mich bei der Frau mit den Worten: „Ja, Streicheln geht immer. Beim Hund und bei den Katzen auch.“ Ruft eine der drei Damen vom Nebentisch: „... und bei den Frauen!“ 




*Drabble = genau 100 Worte + Überschrift

Samstag, 4. August 2018

Alle Jahre wieder ...

Wie schon in den vergangenen Jahren, starte ich auch 2018 wieder in meinen Offline-Monat. Etwas später als am 1. August - ich war einfach nicht online, um diesen Blogbeitrag zu schreiben. Es ist gefühlt seit vier Monaten Sommer, unser Leben spielt sich größtenteils draußen ab, da fällt der Verzicht auf Facebook, Xing, google+, Twitter, Instagram & Co leicht. Gartenschlauch statt WLAN, denn unsere Pflanzen wollen bei der Hitze täglich gegossen werden. Mit Freunden zum Grillen treffen, statt chatten. Eisgekühlte Cocktails schmecken auch, ohne dass ich ein Foto davon auf Instagram oder Facebook poste. Urlaubsfotos werden im September nachgeliefert. Wer mich erreichen möchte: Die Firma mit den kleinen gelben Autos oder die mit den magentafarbenen Mützen machen es möglich. Genießt den Sommer! 



Dienstag, 10. April 2018

Helden (Drabble* des Tages)

Geschrei vor dem Haus am Morgen. Wie von kleinen Kindern. Katergeschrei. Unser Frodo und der Nachbarskater stehen sich auf der Straße gegenüber. Beide schreien sich an, peitschen mit den Schwänzen die kühle Morgenluft. Sonst keine Bewegung. Selbst die Blicke scheinen am Gegner festgefroren zu sein. Wer wird zuerst auf den Anderen losgehen? Wer wegrennen? Wer hinterher? Minuten dehnen sich. Die Dorfhunde begleiten das Katergeschrei mit Gebell. Dramatik pur morgens um Sieben. Plötzlich eine Bewegung. Frodo dreht sich um, ist mit einem Sprung auf dem Zaun des Nachbarn. Sein Gegner, als hätte er nur darauf gewartet, rast in entgegengesetzter Richtung davon.
*Drabble = genau 100 Worte + Überschrift

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Umgekehrter Adventskalender

Hier das versprochene Foto meines umgekehrten Adventskalenders. Wie Ihr seht, füllt er sich langsam. Das Gefühl ist mindestens so gut, wie beim normalen Adventskalender, aus dem ich sonst etwas nehmen durfte, statt etwas hineinzutun. Am Morgen stehe ich voller Vorfreude auf und schaue, was dieses Mal mit in die Kiste darf. Okay, ich gebe zu, ich habe beim letzten Einkauf bewusst auch an diese Kiste gedacht und manche Dinge in weiser Voraussicht eingekauft. 😉 Am Ende zählt doch, dass die Kiste voll ist und anderen Menschen hilft. 🎁