Donnerstag, 23. Oktober 2014

Katzenkaffee

Genial: Meine Katzen haben die, leider nicht mit Wasser und Kaffeepulver befüllte, Kaffeemaschine eingeschaltet. Jahrelang habe ich vergeblich versucht, dem Hund beizubringen "Koch Kaffee!" Dieser Befehl wurde zwar mit freundlichem Schwanzwedeln quittiert, der schräggelegte Kopf demonstrierte jedoch Unverständnis, und meinen Kaffee musste ich mir immer noch selbst kochen. 

Wenn ich nun die Kaffeemaschine bereits am Abend mit Wasser, Filtertüte und Kaffeepulver bestücke, werde ich vielleicht am nächsten Morgen vom Kaffeeduft geweckt?! Falls nicht, liegt es wahrscheinlich nur daran, dass der Automat aus Katzensicht auf dem Küchenschrank strategisch ungünstig steht. Bei einer Platzierung in der Nähe des Katzenkratzbaums habe ich sicher mehr Erfolg. Im Extremfall nachts um 2 Uhr. Aber was soll's, Kaffee macht munter und dann schreibe ich eben nachts. Oder lasse schreiben. Oder lässt der Kater etwa mich schreiben? 




Freitag, 3. Oktober 2014

3. Oktober - Feiertag

"Tag der Deutschen Einheit" oder "Nationalfeiertag", das klingt wichtig und würdevoll. Meiner Meinung nach zu recht. Die Spaltung Deutschlands war unwürdig, die Repressalien gegen Menschen, die sich dagegen auflehnten, ungerecht. Dass es Todesopfer gab, ein Verbrechen. 

Inzwischen schaukeln auf Spielplätzen Kinder, deren Eltern bereits im vereinigten Deutschland geboren wurden. Für sie werden die "innerdeutsche" Grenze und der Mauerfall nur noch ein Kapitel in Geschichtsbüchern sein. Die Begriffe Ossi und Wessi hoffentlich ebenso. Ein Mecklenburger ist anders als ein Ostfriese und ein Schwabe ist kein Sachse - auch wenn die beiden letztgenannten einen mit ihrem Dialekt in den Wahnsinn treiben können. Das bayrische Oktoberfest mit Dirndl und Lederhose wird mittlerweile auch in Mecklenburg gefeiert. Und doch sind die für mich überholt klingenden O- und W-Worte noch in vielen Köpfen. "Die haben jahrzehntelang Eigentum schaffen können." "Denen wird alles reingesteckt und wir zahlen es." Neid ist nie ein guter Ratgeber. Neugierde und Respekt vor dem Anderssein dagegen schon. Ein Pärchen aus Sigmaringen  erzählte mir, sie hätten eine Radtour durch Mecklenburg gemacht. Wie begeistert sie waren von der unberührten Natur, der Stille an den vielen kleinen und großen Seen. Freundlichen Menschen seien sie begegnet, genau wie hier in Schwaben. 

Sprüche, die ich in der Vergangenheit hörte: "Du bist eine O?! Das merkt man ja gar nicht!" Große, erstaunte Kulleraugen. Warum, weiß ich bis heute nicht. Oder auch "Kein Wunder, der ist ja ein O!", über einen Kollegen, der sich unpassend verhalten hatte.

© Heike Adami - Danke, dass ich das Foto verwenden durfte! :-)

Vereintes Deutschland heißt auch, vereinte freundliche, grummelige, gleichgültige, höfliche und unhöfliche Menschen. Vereinte Spaßvögel und vereinte Idioten. Die gab es und die wird es immer geben. In jedem Land der Welt. Ich bin froh und dankbar, mich frei unter ihnen bewegen zu dürfen. 

DAS ist ein Grund zum Feiern! Euch allen einen wunderschönen Feiertag. Ich werde mit Rika durch den schwäbischen Wald oberhalb des Donautals streifen ...

Montag, 29. September 2014

Traummänner

Ein Seufzer ging durch die Damenwelt, während die Männer erleichtert aufatmeten: George Clooney hat am Samstag in Venedig geheiratet! Der Traum aller Singlefrauen und unglücklich Liierten ist ausgeträumt. Das Maß, an dem ein potentieller Mister Right in Bezug auf Charme und Aussehen gemessen wurde, es gilt nicht mehr. Wenn die eine oder andere Leserin jetzt protestiert und sagt:"ICH habe nicht von George geträumt, ich hätte den gar nicht haben wollen ..." - Willkommen im Club!  Mir ist Folgendes wirklich passiert:


2004 war ich frisch getrennt von meinem ersten Ehemann. Ich fragte meine Söhne, wohin wir nun, erstmals nur zu dritt, in den Urlaub fahren sollten. Sie antworteten mir: "An den Comer See!" Fragezeichen in meinen Augen, warum ausgerechnet dorthin? Die Jungs hatten gerade einen Bericht im Radio gehört, über George Clooney, der so begehrt und trotzdem noch Junggeselle wäre, und dass er sich gerade in seinem Haus am Comer See aufhielte. Sie waren überzeugt davon, wenn er mir begegnete, würde er sich in mich verlieben und ich hätte einen neuen, perfekten Mann. Natürlich war ich gerührt, dass meine Kinder mich so sahen. So schön und liebenswert, dass mir gelingen sollte, woran andere Damen permanent scheiterten, nämlich das Herz des Mannes mit dem charmanten Nespressolächeln zu gewinnen. Mein Gegenargument ließen sie dann allerdings gelten: Die Paparazzi, die mich und damit auch meine Kinder verfolgen würden, sollte ich wirklich Georges Auserwählte werden. 

Wir fuhren damals nach Norwegen und sind auch seither nicht am Comer See gewesen. Ich bin inzwischen wieder glücklich verheiratet. Mit dem besten Mann der Welt. Liebenswert, charmant, gutaussehend und wunderbar unprominent. Die Trauung fand nicht in Venedig statt, sondern im Oberen Donautal. Ohne Paparazzi und im ganz kleinen Kreis, nur mit den Kindern. Dafür hatten wir an unserem Hochzeitstag ein weltweites Feuerwerk und werden es an jedem weiteren Hochzeitstag haben! Siehste George, das hast Du nicht! ;-)

Montag, 15. September 2014

Gestern Katzen, heute Hunde

Viele von Euch wissen ja, dass ich bereits seit 9 1/2 Jahren Hundebesitzern bin. Rika, die Mörder jagende Schnüffelnase, begleitet mich fast überall hin. Mein erstes Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben. Besonders gut finde ich, dass Hundedame Rika mir hilft, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Sie lockt mich vor die Tür, egal, wie das Wetter ist. Mit ihr laufe oder wandere ich überall, wo gerade noch ein Weg erkennbar ist. Sie begleitet mich beim Mountainbikefahren ... Danke Rika! Beim Schreiben dieses Artikel hab' ich viel an Dich gedacht.
Wahrscheinlich werden sich alle Schweizer, die meinen Artikel gelesen haben, nun einen Hund zulegen. ;-)

--> "Personal Trainer auf vier Pfoten" von Jo Jansen

Sonntag, 14. September 2014

Katzenfotos

Wer gerade nichts zu sagen hat, sollte schweigen und ... 
... Katzenfotos posten! ;-)

 Kuschelkätzchen

 Die Wäsche ist fertig

 Wie viele Kätzchen?

 Wie Hund und Katz?

Was? Ihr habt ein Katzenlehrbuch? 

Dienstag, 9. September 2014

Jo Jansen in der Schweiz

Ja, ich gebe es zu - ich bin schon ein bisschen stolz darauf! Seit heute erscheinen im Schweizer Onlinemagazin beautytipps.ch Texte von Jo Jansen! Seit Juni 2014 texte ich für Websites, fremde Blogs und Online-Shops und verdiene mir damit, neben der Schriftstellerei, meine Brötchen. Üblicherweise liefert der Autor die Texte ab und der Auftraggeber veröffentlicht sie unter seinem Namen, unter einem Fantasienamen oder ganz ohne einen Autor zu nennen. Natürlich schmeichelt es meiner Autorenehre, dass nun jeder sehen kann, welcher Text von mir ist. Es bedeutet aber auch, dass Kritik direkt bei mir ankommen und nicht anonym im Internet versickern wird. Die Rechtschreibung ist "schweizerisch", also stört  Euch bitte nicht am "ss" statt "ß". ;-) 




Wenn Euch der Beitrag gefällt, dürft Ihr ihm gern Sternchen schenken ;-) und Euch darauf freuen, dass dort noch mehr von mir erscheinen wird ... 

Donnerstag, 4. September 2014

Septemberblues

Der September ist für mich der traurigste Monat. Der Sommer wehrt sich, doch er muss gehen. Darüber können auch Sonnenschein, 25 Grad und Spaß im Freibad nicht hinwegtäuschen. Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler und kühler. In der Luft liegt ein Hauch von Verwesung, die ersten Blätter fallen. Übrig bleibt die Aussicht auf Monate voller Kälte, Feuchtigkeit und grauer Farblosigkeit. Sicherlich, auch im Herbst oder Winter scheint manchmal die Sonne und Kuschelpullis und Wollmützen haben ihren eigenen Charme. 

Aber es gibt Wärme und Licht verheißende Hoffnung. Im Supermarktregal lächeln Lebkuchen und Glühweinflaschen mir zu und flüstern: »Alles wird gut ...«



Das ist mein Drabble des Tages zum Septemberanfang. Ihr wisst schon: exakt 100 Wörter plus Überschrift. In diesem "Sommer" ist der Text eher weniger aktuell, da wir das Septemberblues-Wetter ja schon seit Juli haben. Aber da hatten wir noch Hoffnung, der Sommer käme zurück ...